Friday, November 6, 2026
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Archivierung auf Band: Gründe für den Ersatz

Langfristige Datenaufbewahrung im digitalen Zeitalter

Für mehrere Generationen von Speicherexperten war das Backup auf Band das IT-Pendant zu Sisyphos, der ewig einen riesigen Felsbrocken den Berg hinaufrollt. Und das ist es noch immer. Trotz aller Innovationsbemühungen der Hersteller scheinen die Datenmengen stets schneller zu wachsen als die Bandkapazität. Das gilt heute mehr denn je. Das digitale Geschäft treibt ein exponentielles Wachstum der Datenvolumen voran, sodass ein durchschnittliches Backup inzwischen bei rund einem Petabyte liegt.

Das Problem mit Band-Backups

Wie wäre es mit einem anderen Szenario: Bandlaufwerke und externe Bandrotation komplett abschaffen und Daten stattdessen auf Festplatten archivieren? Viele IT-Verantwortliche und Analysten halten die Zeit für diese Idee für gekommen. Ein wichtiger Grund ist die Zuverlässigkeit von Bändern – oder vielmehr deren Mangel. Bandlaufwerke haben viele komplexe bewegliche Teile, die kaputtgehen können und es auch tun. Weil der Datenstrom vom Backup-Server schwankt, gibt es zahlreiche Starts und Stopps. Zudem sind die Laufwerke anfällig für Staub und Schmutz aus der Luft. All dieser Verschleiß fordert seinen Tribut. Branchenanalysten weisen seit Langem darauf hin, dass Band-Backups in bis zu 50 % der Fälle fehlschlagen und Speichertechniker regelmäßig stundenlang mit Fehlersuche beschäftigen. Über die Lebensdauer des Bandmediums selbst gehen die Meinungen auseinander, doch die Haltbarkeit der gespeicherten Informationen ist überraschend begrenzt. Auf Band archivierte Daten können durch das Erdmagnetfeld, Oxidation und elektromagnetische Strahlung anderer Geräte beschädigt werden. Als Faustregel gilt für Band eine Datenbeständigkeit von höchstens zwei bis drei Jahren. Ein weiterer Nachteil ist die Zugriffslatenz, denn Bandlaufwerke brauchen mitunter mehrere Minuten zum Laden, Einbinden und Positionieren, bevor auch nur ein einziges Byte gelesen werden kann. Hinzu kommen Aufwand und Sicherheitsrisiken durch die manuelle Handhabung der Bänder. Das wichtigste Verkaufsargument für Band war immer der Preis. Doch die Speicherdichte von Festplatten ist gestiegen und ihre Preise sind gesunken, sodass Festplatten bei den Kosten pro TB mit Band konkurrieren können, vor allem bei hohen Kapazitäten. Zudem kann die höhere Effizienz von Festplatten pro Speichereinheit den Ausschlag zu ihren Gunsten geben. Dank Deduplizierung und Replikation lassen sich Festplatten-Backups auf die neuen und geänderten Daten eines Tages oder einer Woche beschränken, statt immer wieder den gesamten Bestand zu archivieren, nur um die 3 % zu erfassen, die seit dem letzten Lauf neu sind oder sich geändert haben. Diese Nachteile von Band sind nicht unbemerkt geblieben. Wie TechTarget berichtet, zeigt eine ESG-Umfrage unter mehreren Hundert Speicherexperten in Nordamerika, dass ein umfassender Zyklus zur Ablösung von Band begonnen hat: 76 % der Nutzer sind von Bandbibliotheken auf Festplattenspeicher umgestiegen oder planen dies. Manche Unternehmen erwägen Cloud-basierte „Backup-as-a-Service“-Angebote. Andere halten ihre archivierten Daten für zu sensibel, um sie extern zu speichern, selbst verschlüsselt. Branchenübergreifend wird nach einer Architektur gesucht, die die Vorteile von Festplatten- und Cloud-Backups mit den wirtschaftlichen Vorteilen von Band verbindet. Um konkurrenzfähig zu sein, müsste eine solche Option bezahlbar sein und zugleich eine höhere Zuverlässigkeit und schnelleren Datenzugriff als Band bieten. Außerdem bräuchte sie Sicherheit auf Unternehmensniveau.

Network Attached Storage (NAS) erfüllt diese Anforderungen nicht. NAS ist auf vielleicht einige Petabytes begrenzt und bringt erhebliche Netzwerkkomplexität mit sich. Vor allem aber sind proprietäre NAS-Server und -Appliances im großen Maßstab unerschwinglich teuer. So manches Unternehmen hat eine ideale Lösung gefunden: die softwaredefinierte Objektspeicherplattform Scality RING. Der RING läuft auf kostengünstigen x86-Standardservern und bündelt Speicherressourcen deutlich effizienter als andere Alternativen. Für noch größere Skaleneffekte können Sie mit dem RING die Archivierung mehrerer Standorte konsolidieren und sparen sich die Kosten für separate Bibliotheken an jedem Standort. Auch alle anderen Kriterien für den Ersatz von Band erfüllt der RING. Alles in allem können Sie damit aktive Archive im Exabyte-Maßstab mit allen Leistungsvorteilen von Festplatten aufbauen – zu einem Preis, der mit Band vergleichbar ist. Ideal für die Aufbewahrung von Backups für Wiederherstellung, Audits und Compliance.