9 Die Cloud ist bereits für hohe Skalierbarkeit und Verfügbarkeit bekannt. Warum also mit einer generischen Cloud-Lösung zufriedengeben, wenn Sie etwas bekommen können, das zugleich viel flexibler und wirtschaftlicher ist? Jetzt erhalten Sie alle Vorteile von Cloud-Speicher für Backups, ohne tatsächlich eine Public Cloud abonnieren zu müssen. Dazu implementieren Sie eine On-Premises-Cloud-Speicherlösung, die denselben Ansatz nutzt, mit dem der Cloud-Anbieter seine eigenen Speicherressourcen verwaltet. So funktioniert Cloud-Backup Warum sollten Sie das wollen? Weil Cloud-Speicher praktisch unbegrenzte Skalierbarkeit und Verfügbarkeit bietet. Sie müssen nicht jedes Mal, wenn Sie Kapazität hinzufügen möchten, ein komplett neues Speicherarray vom Typ NAS kaufen, installieren und konfigurieren. (Schluss mit „Forklift“-Upgrades.) Statt teurer, proprietärer Arrays fügen Sie bei Bedarf Standard-x86-Linux-Speicherserver hinzu. Die sind deutlich günstiger – wenn Sie also nur etwas mehr brauchen, geben Sie auch nur etwas mehr aus. Außerdem müssen Sie sich keine Sorgen um Datenverlust machen, wenn eines dieser Arrays (oder sogar ein ganzes Rechenzentrum) ausfällt. Cloud-Speicher lässt sich so konfigurieren, dass er sich automatisch auf redundante Server (oder sogar redundante Standorte) sichert, sodass der laufende Betrieb ohne Unterbrechung weitergehen kann. Klingt großartig – aber wie ist das alles möglich? Das Erfolgsrezept heißt softwaredefinierter Speicher (Software-Defined Storage, SDS). Bei SDS stellt die Software und nicht die Hardware die Intelligenz bereit, die zur Zuweisung und Verwaltung von Speicherressourcen nötig ist. In einem typischen NAS-Array liefert dedizierte Controller-Hardware und -Software, die in das Array integriert ist, diese Intelligenz. Deshalb ist das Scale-out in der Cloud weit weniger störend und kostspielig – Sie müssen nicht bei jeder Kapazitätserweiterung einen teuren Controller hinzufügen. Zudem wächst mit dem Speicher auch die Rechenkapazität, sodass Sie auch an I/O-Leistung gewinnen. Warum nicht eine Public Cloud für Backups? Gut, aber wenn Cloud-Speicher so viel besser ist, warum nicht einfach alles in der Public Cloud sichern? Warum Cloud-Speicher vor Ort betreiben? Zunächst einmal können die Kosten für das Hosting und die anschließende Übertragung oder den Download sehr hoch werden, sobald Sie alle Ihre Daten einer Public Cloud übergeben haben. Ein weiterer Grund: Viele Unternehmen müssen ihre Backup-Daten dort aufbewahren, wo sie die Kontrolle darüber haben. Und schließlich ist Public-Cloud-Speicher möglicherweise nicht flexibel genug – etwa um Objekte (z. B. nativ Amazon S3) mit Dateien (z. B. NFS und Windows SMB) zu kombinieren. Sofern Sie also nicht beschlossen haben, Ihre gesamte Umgebung in eine Public Cloud zu verlagern – oder noch glauben, Band sei eine tragfähige Backup-Alternative für Ihr verteiltes On-Demand-Unternehmen –, haben Sie bei Backups in der Regel die Wahl zwischen einer SDS-basierten Private Cloud und herkömmlichen NAS-Arrays (Network-Attached Storage). Hier erfahren Sie, warum SDS bei Kosten, Unterbrechungen, Flexibilität und Datenzugänglichkeit im Vorteil ist. Vorteile von Backups in der Private Cloud Kosten. Wie bereits erwähnt, erfolgt das Scale-out einer Private Cloud in sehr kleinen Schritten – eher „Pay as you go“ –, weil Sie der bestehenden Infrastruktur einfach Speicherknoten hinzufügen. Sie fügen kein NAS hinzu und kaufen nur Standardserver, sodass Sie nach Preis und Kriterien wie der Qualität des Herstellersupports auswählen können. Auch die TCO ist niedriger, weil SDS deutlich mehr Objekte in einem einzigen Namespace speichern kann als herkömmlicher Speicher, sodass weniger Datenmigrationen anfallen. Zudem ist die Systemadministration einfacher. Unterbrechungen. Forklift-Austausch oder -Erweiterungen von Arrays sind nicht nur teurer, sondern auch störender, weil sie meist Ausfallzeiten erfordern, während neue Geräte installiert und Daten migriert werden. In einer Private Cloud schließen Sie den neuen Knoten einfach an, und die Speicherinfrastruktur wird automatisch neu ausbalanciert, um die neu verfügbare Ressource zu nutzen. Standardprodukte lassen sich in der Regel auch schneller bereitstellen als proprietäre – was Unterbrechungen weiter reduziert –, weil viel mehr Fachleute dafür geschult sind. SDS-Infrastrukturen können sich außerdem selbst heilen: Einzelne Knoten oder sogar ein ganzes Rechenzentrum können ausfallen, und Ihre Daten bleiben verfügbar, solange genügend andere Knoten zur Verfügung stehen. Flexibilität. Was mit herkömmlichem NAS nicht möglich ist, mit SDS aber schon: den Speicher dynamisch an Ihre spezifischen Anforderungen anzupassen. SDS bietet viele Optionen in Bereichen wie Technologie (SSD oder Festplatte), Daten (S3, SMB, NFS), Authentifizierung (Active Directory, LDAP), Konnektivität, Stromlast und mehr. Datenzugänglichkeit. Genau deshalb erstellen Sie überhaupt Backups: damit die Daten so und dort bereitstehen, wie und wo Sie sie brauchen, auf der Hardware Ihrer Wahl. Und wenn Sie sie in einer selbstheilenden Umgebung schützen, die richtig skaliert und für die Workloads des Unternehmens konfiguriert ist, sind Ihre Backups jederzeit gut zugänglich. Wählen Sie also mit Bedacht Viele Unternehmen möchten heute, dass ihre IT-Umgebungen möglichst Cloud-ähnlich werden – weshalb viele überhaupt erst in die Public Cloud wechseln. Doch wenn Sie die Public Cloud zu Ihrer Backup-Lösung machen, wird Ihr Backup womöglich weniger Cloud-ähnlich. Das gilt auch, wenn Sie die falsche Private-Cloud-Lösung wählen – denn nicht alle SDS-Anbieter ermöglichen eine echte Private Cloud. Cloud-Backup-Lösung Im Gegensatz zu Scality bieten die meisten Anbieter nicht alle oben genannten Vorteile. Nicht alle erlauben es, Standardhardware zu kombinieren oder Objekttypen zu mischen (sodass Sie Amazon-S3-Workloads austauschbar mit herkömmlichen Dateiformaten betreiben können). Auch bedeutet softwaredefinierter Speicher nicht immer (wie bei Scality) richtlinienbasierten softwaredefinierten Speicher – bei dem etwa unterschiedliche Anforderungen an Dauerhaftigkeit und Overhead-Verhältnisse automatisch durchgesetzt werden. Ebenso wenig bieten sie das robuste Ökosystem von Scality, einschließlich ausgewählter ISVs, die mit Ihnen für die richtige Konfiguration, Abstimmung und Leistung der Workloads sorgen. Und dann ist da natürlich noch das Thema Support – also welche Anbieter von Branchenanalysten wie Gartner und IDC als führend im Kundenservice anerkannt werden. Deshalb möchten so viele Unternehmen nicht nur die Vorteile von Cloud-Backups, sondern diese Vorteile auch vor Ort nutzen – und entscheiden sich dafür für Scality.