6 Kleine Unternehmen erzeugen immer mehr unstrukturierte Daten – aus Backups, Microsoft-365-Umgebungen, Anwendungen, Medien, Überwachungssystemen und anderen digitalen Abläufen. Diese Daten zuverlässig zu speichern, kann schwierig werden, wenn herkömmliche Dateiserver und direkt angeschlossener Speicher an ihre Grenzen stoßen. Objektspeicher bietet eine weitere Option. Er kann skalierbare Kapazität, S3-Kompatibilität, unveränderliche Daten und eine unkomplizierte Integration mit modernen Backup- und Cloud-Anwendungen bieten. Zu den besten Objektspeicherlösungen für kleine Unternehmen gehören Scality ARTESCA, Backblaze B2, Wasabi Hot Cloud Storage, Amazon S3, Cloudflare R2 und DigitalOcean Spaces. Die richtige Wahl hängt vor allem davon ab, ob das Unternehmen Speicher On-Premises oder als Cloud-Dienst möchte, wie auf die Daten zugegriffen wird und ob ein Ransomware-resistentes Backup Priorität hat. Was ist Objektspeicher für kleine Unternehmen? Objektspeicher ist eine Speicherarchitektur, die Daten als einzelne Objekte verwaltet statt als herkömmliche Dateien und Ordner oder Blöcke. Jedes Objekt enthält die Daten selbst, beschreibende Metadaten und eine eindeutige Kennung. Anwendungen greifen in der Regel über eine API auf diese Objekte zu, wobei sich die Amazon S3 API als meistgenutzte Schnittstelle durchgesetzt hat. Für ein kleines Unternehmen kann Objektspeicher nützlich sein für: Backup und Wiederherstellung nach Ransomware-Angriffen Backup von Microsoft 365 Anwendungsdaten Website-Assets Videos und Medien Überwachungsaufnahmen Langzeitarchive Datei-Repositorys Externe Kopien von Geschäftsdaten Der wichtigste Vorteil ist die Skalierbarkeit. Unternehmen können mit relativ geringer Kapazität beginnen und erweitern, ohne die zugrunde liegende Speicherarchitektur immer wieder neu zu gestalten. Was sind die besten Objektspeicherlösungen für kleine Unternehmen? Mehrere Produkte kommen infrage, sie erfüllen jedoch unterschiedliche Anforderungen. Cloud-Dienste bieten in der Regel den einfachsten Einstieg, während On-Premises-Objektspeicher mehr Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Wiederherstellung bietet. 1. Scality ARTESCA Am besten geeignet für: cyber-resilienten Backup-Speicher und Unternehmen, die die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten Scality ARTESCA ist eine S3-kompatible Objektspeicherplattform, die auf cyber-resilienten Speicher ausgelegt ist, mit besonderem Schwerpunkt auf Backup. Anders als reine Cloud-Dienste kann ARTESCA auf Standard-x86-Infrastruktur in der eigenen Umgebung eines Unternehmens laufen. Damit ist es für Unternehmen interessant, die S3-Objektspeicher nutzen und gleichzeitig die direkte Kontrolle über ihre Daten und Infrastruktur behalten möchten. Einer der wichtigsten Anwendungsfälle ist Speicher für unveränderliche Backups. ARTESCA unterstützt S3 Object Lock und lässt sich in etablierte Datensicherungsanwendungen wie Veeam, Cohesity, Commvault, HYCU, Rubrik und Veritas integrieren. Das ist für kleinere IT-Teams wichtig, weil Ransomware neben den Produktivsystemen auch die Backup-Infrastruktur angreifen kann. Unveränderliche Objekte lassen sich für eine festgelegte Aufbewahrungsfrist vor Änderung oder Löschung schützen. ARTESCA eignet sich auch für Umgebungen mit begrenzten IT-Ressourcen. Ventnor City hat ARTESCA beispielsweise mit Veeam an drei Standorten eingeführt – betreut von einem einzigen Netzwerkadministrator. Nach Angaben der Stadt verkürzten sich Wiederherstellungen, die zuvor Tage dauerten, auf Minuten oder Stunden, und die neue Architektur verringerte den täglichen Verwaltungsaufwand. Besonders geeignet für: Kleine und mittlere Unternehmen, die Veeam oder andere unterstützte Backup-Anwendungen nutzen Unternehmen, die sich um Ransomware sorgen Unternehmen, die lokale unveränderliche Backups benötigen Organisationen mit Anforderungen an die Datensouveränität Managed Service Provider Unternehmen, die On-Premises-Infrastruktur bevorzugen ARTESCA ist besonders dann relevant, wenn Objektspeicher in erster Linie als sicheres Backup-Ziel angeschafft wird und nicht als universeller Speicher für Entwickler. 2. Backblaze B2 (auf Englisch) Am besten geeignet für: kostengünstigen Cloud-Objektspeicher Backblaze B2 gehört zu den zugänglicheren Cloud-Objektspeicher-Optionen für kleinere Unternehmen. Der Dienst bietet eine S3-kompatible API und wird häufig für Backup, Archiv und Medienspeicher genutzt. Aktuelle G2-Daten zeigen, dass ein großer Teil der Bewertenden aus kleinen Unternehmen stammt, wobei günstige Preise, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit häufig als Vorteile genannt werden. B2 unterstützt zudem Funktionen wie Object Lock und Replikation. Das relativ einfache Preismodell kann es kleineren Unternehmen erleichtern, ihre Speicherkosten zu verstehen – verglichen mit Hyperscale-Cloud-Plattformen, die viele verschiedene Gebühren für Speicher und Datenübertragung haben. Besonders geeignet für: Kleine Unternehmen, die Cloud-Speicher möchten Externe Backups NAS-Backup Medienspeicher Archive S3-kompatible Anwendungen Der wichtigste Unterschied zu ARTESCA ist die Bereitstellung. Backblaze bietet Speicher als Cloud-Dienst an, während Unternehmen mit ARTESCA S3-Speicher in ihrer eigenen Infrastruktur betreiben können. 3. Wasabi Hot Cloud Storage (auf Englisch) Am besten geeignet für: Cloud-Objektspeicher mit planbaren Kosten Wasabi ist ein weiterer beliebter Anbieter von S3-kompatiblem Cloud-Objektspeicher. Der Ansatz setzt auf ein relativ einfaches Hot-Storage-Modell, statt Kunden zwischen zahlreichen Leistungsstufen wählen zu lassen. Das kann die Speicherplanung für kleinere IT-Abteilungen erleichtern. Wasabi vermarktet seinen Dienst mit planbaren Kosten und berechnet im Rahmen seiner Preisrichtlinie keine separaten Gebühren für API-Anfragen oder Egress. Der Dienst unterstützt zudem unveränderliche Objekte und gängige Backup-Anwendungsfälle. Auch die Objektspeicher-Kategorie von G2 zeigt eine nennenswerte Verbreitung bei Kunden aus kleinen Unternehmen. Besonders geeignet für: Cloud-Backup Medien-Repositorys Aktive Archive Unternehmen, die relativ planbare Cloud-Kosten wünschen S3-kompatible Anwendungen Unternehmen sollten dennoch Richtlinien zur Mindestspeicherdauer und die erwarteten Datenzugriffsmuster prüfen, bevor sie Wasabi direkt mit anderen Cloud-Anbietern vergleichen. 4. Amazon S3 (auf Englisch) Am besten geeignet für: kleine Unternehmen, die bereits AWS nutzen Amazon S3 hat die API etabliert, die zum De-facto-Standard für Objektspeicher geworden ist. Für kleine Unternehmen, die bereits Anwendungen auf AWS betreiben, kann S3 wegen der umfassenden Integration mit anderen AWS-Diensten die naheliegende Wahl sein. S3 bietet mehrere Speicherklassen, Lebenszyklusrichtlinien, Replikation, Versionierung, Verschlüsselung, Identitätsmanagement und Object Lock. Besonders geeignet für: Auf AWS gehostete Anwendungen Softwareunternehmen Entwickler Data Lakes Anwendungs-Assets Cloud-natives Backup Der Nachteil für kleinere Unternehmen ist die Komplexität. Die Preise von AWS können je nach genutzten Diensten und Speicherklassen Gebühren für Speicher, Anfragen, Abruf und Datenübertragung umfassen. Das macht S3 nicht zwangsläufig teuer, bedeutet aber, dass Unternehmen ihren Workload verstehen sollten, bevor sie eine Speicherklasse wählen. 5. Cloudflare R2 (auf Englisch) Am besten geeignet für: Anwendungen mit hohem Datenauslieferungsvolumen Cloudflare R2 ist ein S3-kompatibler Cloud-Objektspeicherdienst, der unter anderem darauf ausgelegt ist, die üblichen Egress-Gebühren für das Herausholen von Daten aus dem Objektspeicher zu vermeiden. Damit ist R2 besonders interessant für Websites, SaaS-Anwendungen und andere Workloads, bei denen gespeicherte Objekte häufig an Benutzer oder andere Dienste ausgeliefert werden müssen. Aktuelle Vergleiche von Objektspeicher nennen den Wegfall von Egress-Gebühren als eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von R2. Besonders geeignet für: Websites SaaS-Anwendungen Content-Distribution Anwendungs-Assets Entwickler-Workloads Häufig heruntergeladene Objekte Für Unternehmen, die vor allem eine Ransomware-resistente Backup-Infrastruktur suchen, passt eine speziell für Backups entwickelte Speicherplattform womöglich besser. 6. DigitalOcean Spaces (auf Englisch) Am besten geeignet für: Entwickler und kleine SaaS-Unternehmen DigitalOcean Spaces bietet S3-kompatiblen Objektspeicher, der auf die Zusammenarbeit mit der umfassenderen Cloud-Plattform von DigitalOcean ausgelegt ist. Die relative Einfachheit kann kleine Entwicklerteams ansprechen, die nicht die Bandbreite an Infrastrukturdiensten von AWS, Azure oder Google Cloud benötigen. Laut G2 stellen kleine Unternehmen einen erheblichen Teil der Nutzer von DigitalOcean Spaces, wobei günstige Preise und Benutzerfreundlichkeit häufig als Vorteile genannt werden. Besonders geeignet für: Kleine SaaS-Unternehmen Webanwendungen Statische Website-Assets Medienspeicher Entwicklerteams Kunden von DigitalOcean Für ein Unternehmen, das seine Infrastruktur bereits bei DigitalOcean hostet, kann Spaces eine bequeme Objektspeicherschicht bieten, ohne eine weitere große Cloud-Plattform einzuführen. Objektspeicherlösungen für kleine Unternehmen im Vergleich LösungBereitstellungHauptstärkeGeeignet fürScality ARTESCAOn-Premises / Private CloudUnveränderlicher, cyber-resilienter S3-SpeicherBackup, Schutz vor Ransomware, DatensouveränitätBackblaze B2Public CloudKostengünstiger Cloud-SpeicherBackup, NAS, Medien und ArchiveWasabiPublic CloudPlanbares Hot-Storage-ModellBackup und aktive ArchiveAmazon S3Public CloudUmfangreiches Cloud-ÖkosystemAWS-Anwendungen und EntwicklerCloudflare R2Public CloudKeine Egress-GebührenWebsites, SaaS und Content-AuslieferungDigitalOcean SpacesPublic CloudEinfachheit für EntwicklerKleine Anwendungen und SaaS-Unternehmen Der wichtigste Unterschied besteht meist darin, ob Objektspeicher lokal betrieben oder als Cloud-Dienst bezogen wird. Lohnt sich Objektspeicher für ein kleines Unternehmen? Objektspeicher kann auch dann sinnvoll sein, wenn ein Unternehmen keine Hunderte Terabyte an Daten hat. Skalierbarkeit ist nur ein Vorteil. Für viele kleinere Unternehmen sind S3-Anwendungskompatibilität und unveränderliche Backups die wichtigeren Gründe für Objektspeicher. Backup-Software unterstützt zunehmend S3-kompatiblen Speicher als Ziel. Damit können auch kleinere Unternehmen dieselbe Speicherarchitektur nutzen, die in deutlich größeren Unternehmensumgebungen üblich geworden ist. Objektspeicher kann daher für ein Unternehmen mit 20 TB an Backups ebenso nützlich sein wie für eine Organisation, die mehrere Petabyte verwaltet. Worauf sollte ein kleines Unternehmen bei Objektspeicher achten? Große Unternehmen haben oft eigene Speicherteams. Kleinere Unternehmen haben häufig einen einzigen Administrator oder ein kleines IT-Team, das für Server, Netzwerke, Sicherheit, Endgeräte, Anwendungen und Backup zuständig ist. Das verändert, welche Funktionen am wichtigsten sind. Einfache Verwaltung Ein technisch leistungsfähiges Speichersystem hat nur begrenzten Wert, wenn es ständig von Spezialisten betreut werden muss. Achten Sie auf einfache: Bereitstellung Kapazitätserweiterung Software-Upgrades Überwachung Benutzerverwaltung Backup-Integration Betriebliche Anforderungen sollten zusammen mit den Speicherspezifikationen berücksichtigt werden. S3-Kompatibilität S3-Kompatibilität eröffnet Unternehmen den Zugang zu einem großen Ökosystem von Anwendungen, die mit Objektspeicher kommunizieren können. Das ist besonders für Backups wichtig. Scality validiert beispielsweise die Integration von ARTESCA mit mehreren großen Backup-Anwendungen, statt sich allein auf allgemeine Angaben zur S3-Kompatibilität zu verlassen. Prüfen Sie vor der Wahl einer Plattform, ob die konkrete Backup- oder Anwendungssoftware, die Sie nutzen, unterstützt wird. Unveränderlichkeit Ransomware hat Unveränderlichkeit zu einer der wichtigsten Objektspeicher-Funktionen für Backups gemacht. Mit S3 Object Lock lassen sich Objekte während einer festgelegten Aufbewahrungsfrist vor Löschung oder Änderung schützen. Kompromittiert ein Angreifer Administrator-Zugangsdaten, können unveränderliche Backup-Daten eine weitere Barriere zwischen dem Angriff und den Wiederherstellungskopien des Unternehmens bilden. Unternehmen, die Objektspeicher für Backups anschaffen, sollten die Unterstützung von Object Lock zu einem zentralen Bewertungskriterium machen. Wiederherstellungsleistung Backup-Kapazität nützt nur, wenn sich Daten bei Bedarf wiederherstellen lassen. Unternehmen sollten Folgendes bewerten: Durchsatz bei der Wiederherstellung Wiederherstellungszeit Lokale Wiederherstellung vs. Wiederherstellung über das Internet Anwendungsintegration Gleichzeitige Wiederherstellungen Wiederherstellung während eines Netzwerkausfalls Cloud-Backup bietet geografische Trennung, doch die Wiederherstellung vieler Terabyte über eine Internetverbindung kann dauern. Lokaler Objektspeicher kann schnelleren Zugriff auf Backup-Daten bieten, während Cloud-Replikation oder sekundäre Kopien geografischen Schutz bieten. Planbare Kosten Kleine Unternehmen haben oft weniger Spielraum für unerwartete Infrastrukturkosten. Die Preise für Cloud-Objektspeicher können sich zusammensetzen aus: Kapazität API-Vorgängen Datenabruf Egress Mindestaufbewahrungsfristen Replikation Der günstigste beworbene Preis pro Terabyte ist daher nicht zwangsläufig die günstigste Option für einen bestimmten Workload. Unternehmen sollten abschätzen, wie viele Daten sie speichern, wie häufig sich diese ändern und wie viel sie voraussichtlich abrufen werden. Cloud- vs. On-Premises-Objektspeicher für kleine Unternehmen Das ist oft die zentrale Entscheidung. Cloud-Objektspeicher Backblaze B2, Wasabi, Amazon S3, Cloudflare R2 und DigitalOcean Spaces werden als Dienste genutzt. Der Anbieter betreibt die Infrastruktur, während der Kunde für den Speicher und – je nach Anbieter – für Datenzugriff und zugehörige Dienste bezahlt. Cloud-Objektspeicher kann eine gute Wahl sein, wenn: das Unternehmen keine eigene Rechenzentrumsinfrastruktur hat externer Speicher das Hauptziel ist der Kapazitätsbedarf relativ gering ist Anwendungen bereits in der Cloud laufen das Unternehmen keine Speicherhardware verwalten möchte On-Premises-Objektspeicher Plattformen wie Scality ARTESCA ermöglichen es Unternehmen, S3-kompatiblen Speicher auf ihrer eigenen Infrastruktur zu betreiben. Das kann nützlich sein, wenn: schnelle lokale Wiederherstellungen wichtig sind Backup-Daten unter direkter Kontrolle des Unternehmens bleiben sollen eine Internetverbindung bei der Wiederherstellung nicht vorausgesetzt werden kann Datensouveränität eine Rolle spielt der Speicherbedarf groß genug ist, um eine eigene Infrastruktur zu rechtfertigen das Unternehmen unveränderlichen lokalen Backup-Speicher möchte Ventnor City hat beispielsweise lokalen ARTESCA-Speicher an mehreren Standorten mit Cloud-Replikation kombiniert und so lokale, unveränderliche Wiederherstellungskopien mit externer Resilienz verbunden. Hybrider Objektspeicher Die beiden Ansätze schließen sich nicht gegenseitig aus. Ein kleines Unternehmen kann lokalen, unveränderlichen Objektspeicher für die schnelle Wiederherstellung betreiben und die Daten für Disaster Recovery an einen anderen Standort oder in einen Cloud-Dienst replizieren. Diese Architektur kann sowohl Wiederherstellungsleistung als auch geografische Trennung bieten. Was ist der beste Objektspeicher für Backups in kleinen Unternehmen? Für einfaches Cloud-Backup sind Backblaze B2 und Wasabi starke Optionen, weil sie S3-kompatiblen Speicher bieten, ohne dass Unternehmen eine eigene Speicherinfrastruktur betreiben müssen. Für Unternehmen, die lokal kontrollierten, unveränderlichen Backup-Speicher benötigen, ist Scality ARTESCA speziell auf diesen Anwendungsfall ausgelegt und lässt sich in weit verbreitete Backup-Plattformen integrieren, darunter Veeam, Cohesity, Commvault, HYCU, Rubrik und Veritas. Bei der Wiederherstellung wird dieser Unterschied besonders wichtig. Ein Cloud-Repository bietet eine externe Kopie, während lokaler Objektspeicher die Wiederherstellung ermöglicht, ohne zuvor große Datensätze über eine Internetverbindung übertragen zu müssen. Für Unternehmen, bei denen Ausfallzeiten erhebliche betriebliche Folgen haben, kann eine Kombination aus lokalem unveränderlichem Speicher und einer externen Kopie eine sinnvolle Balance bieten. Ist Objektspeicher für kleine Unternehmen besser als ein NAS? Das hängt vom Workload ab. Ein NAS stellt herkömmliche Dateifreigaben bereit und bleibt nützlich für gemeinsam genutzte Dokumente, Home-Verzeichnisse und Anwendungen, die SMB- oder NFS-Zugriff erfordern. Objektspeicher eignet sich in der Regel besser für Workloads, die auf APIs und große Sammlungen unstrukturierter Daten ausgelegt sind. NASObjektspeicherZugriff auf Dateien und OrdnerAPI-basierter ObjektzugriffSMB/NFS-ProtokolleIn der Regel S3 APIDateifreigaben für BenutzerBackup, Archiv und AnwendungenVertraute VerzeichnisstrukturFlacher Objekt-NamespaceOft durch die Appliance-Architektur begrenztFür Scale-out-Speicher konzipiertDateiberechtigungenObjekt- und Bucket-Richtlinien Viele Unternehmen werden beides nutzen. Ein NAS kann weiterhin die Dateien der Mitarbeitenden bereitstellen, während Objektspeicher als Repository für Backups, Anwendungsdaten oder Archive dient. Können kleine Unternehmen Objektspeicher zum Schutz vor Ransomware nutzen? Ja, sofern die Speicherplattform geeignete Funktionen für Unveränderlichkeit und Sicherheit unterstützt. S3 Object Lock ist besonders relevant, weil es verhindern kann, dass geschützte Objekte während ihrer Aufbewahrungsfrist geändert oder gelöscht werden. ARTESCA unterstützt beispielsweise unveränderliche Repositorys mit Veeam, wenn Object Lock aktiviert ist. Object Lock sollte dennoch nur ein Baustein einer umfassenderen Backup-Strategie sein. Unternehmen sollten mehrere Wiederherstellungskopien vorhalten, administrative Zugangsdaten trennen, Identitätssysteme schützen und die Wiederherstellung regelmäßig testen. Wie viel Objektspeicher braucht ein kleines Unternehmen? Einen Standardwert für die Kapazität gibt es nicht. Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist, die vorhandenen Daten des Unternehmens zu erfassen und dann Folgendes zu berücksichtigen: Aufbewahrung von Backups Tägliche Änderungsraten Daten aus Microsoft 365 Wachstum der Anwendungen Überwachungsaufnahmen Medien Aufbewahrung aus Compliance-Gründen Zusätzliche Wiederherstellungskopien Backup-Speicher kann deutlich mehr Kapazität erfordern als der Produktivdatenbestand, weil womöglich mehrere Versionen der Daten aufbewahrt werden müssen. Ein Unternehmen mit 20 TB Produktivdaten sollte beispielsweise nicht davon ausgehen, dass 20 TB Backup-Speicher ausreichen. Die Kapazitätsplanung sollte auf Aufbewahrungsrichtlinien und dem erwarteten Datenwachstum beruhen, nicht allein auf der aktuellen Produktivkapazität. Welche Objektspeicherlösung sollte ein kleines Unternehmen wählen? Die beste Option hängt vom wichtigsten Workload ab. Für günstigen Cloud-Speicher: Backblaze B2 ist ein guter Ausgangspunkt. Für Cloud-Objektspeicher mit planbaren Kosten: Wasabi ist eine Prüfung wert. Für AWS-Anwendungen: Amazon S3 bietet in der Regel die engste Integration. Für Anwendungen mit hohem ausgehendem Datenvolumen: Cloudflare R2 kann wegen seines Egress-Modells attraktiv sein. Für kleine Entwicklerteams: DigitalOcean Spaces bietet einen relativ unkomplizierten S3-kompatiblen Dienst. Für cyber-resilientes On-Premises-Backup: Scality ARTESCA bietet S3-kompatiblen, unveränderlichen Speicher, der auf Backup und Wiederherstellung ausgelegt ist. Kleine Unternehmen sollten Objektspeicher nicht allein nach dem Kapazitätspreis auswählen. Verwaltungsaufwand, Wiederherstellungsgeschwindigkeit, Anwendungskompatibilität, Sicherheit und Kosten für die Datenübertragung können sich betrieblich stärker auswirken als relativ kleine Unterschiede beim Preis pro Terabyte. Häufig gestellte Fragen zu Objektspeicher für kleine Unternehmen Was ist der beste Objektspeicher für ein kleines Unternehmen? Backblaze B2, Wasabi, Amazon S3, Cloudflare R2, DigitalOcean Spaces und Scality ARTESCA sind alle brauchbare Optionen. Cloud-Dienste eignen sich in der Regel, wenn Einfachheit und externer Speicher im Vordergrund stehen, während ARTESCA zu Unternehmen passt, die lokal kontrollierten, unveränderlichen S3-Speicher suchen. Eignet sich Amazon S3 für kleine Unternehmen? Ja. Amazon S3 bietet hoch skalierbaren Objektspeicher und umfangreiche Integrationen. Besonders geeignet ist es für Unternehmen, die bereits Anwendungen in AWS betreiben. Kleinere Unternehmen sollten vor der Bereitstellung die Speicherklassen und die Preise für Datenübertragung verstehen. Was ist der günstigste Objektspeicher für kleine Unternehmen? Die Antwort hängt von den Datenzugriffsmustern ab, nicht allein vom Speicherpreis. Backblaze B2 und Wasabi werden häufig als günstigere Cloud-Alternativen geprüft, während Cloudflare R2 für Workloads attraktiv sein kann, die große Datenmengen übertragen. Aktuelle Vergleiche zählen Backblaze B2 und Wasabi zu den kostenorientierten S3-kompatiblen Optionen. Was ist S3-kompatibler Objektspeicher? S3-kompatibler Objektspeicher implementiert APIs auf Basis von Amazon S3, sodass kompatible Anwendungen Objekte speichern und abrufen können, ohne zwingend AWS-Infrastruktur zu nutzen. Kann Objektspeicher Backups vor Ransomware schützen? Objektspeicher mit Unterstützung für S3 Object Lock kann Backup-Objekte für eine festgelegte Aufbewahrungsfrist unveränderlich machen. So lässt sich verhindern, dass Ransomware oder kompromittierte Zugangsdaten geschützte Wiederherstellungsdaten löschen. Sollten kleine Unternehmen Cloud- oder On-Premises-Objektspeicher nutzen? Cloud-Speicher erfordert in der Regel weniger Infrastrukturverwaltung und bietet von sich aus geografische Trennung. On-Premises-Objektspeicher bietet mehr Kontrolle und kann eine schnellere lokale Wiederherstellung ermöglichen. Manche Unternehmen nutzen beides im Rahmen einer hybriden Backup-Strategie. Braucht ein kleines Unternehmen einen IT-Speicherspezialisten, um Objektspeicher zu nutzen? Nicht unbedingt. Cloud-Objektspeicherdienste abstrahieren die zugrunde liegende Infrastruktur, und neuere On-Premises-Plattformen sind darauf ausgelegt, Bereitstellung und Verwaltung zu vereinfachen. Unternehmen sollten dennoch sicherstellen, dass ihr IT-Team oder Dienstleister S3-Konfiguration, Identitätsmanagement, Backup-Richtlinien und Wiederherstellungsverfahren beherrscht.