Saturday, November 7, 2026
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Warum schneller Objektspeicher der IT hilft, den Cloud-nativen Tsunami zu meistern

Laut IDC werden bis 2023 über 500 Millionen Cloud-native Anwendungen und Services entwickelt und bereitgestellt. Das entspricht der Gesamtzahl der Anwendungen, die in den letzten 40 Jahren entstanden sind. Dieses beschleunigte Wachstum wird in jeder Branche neue Wettbewerbsanforderungen definieren. Für die IT wird es entscheidend sein, sich auf diese heranrollende Welle vorzubereiten – und schneller Objektspeicher hilft dabei. Objektspeicher gibt es inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten in verschiedenen Formen, Generationen und Bereitstellungsmodellen. Mit der Einführung von AWS S3 im Jahr 2006 (auf Englisch) – dem weltweit ersten und erfolgreichsten Cloud-Objektspeicherdienst – begannen Anwendungsentwickler, das Objektmodell zu nutzen. Für Cloud-Dienste passt Objektspeicher angesichts der riesigen Datenmengen, die diese Anwendungen erzeugen und verwalten. Hinzu kommt – und das ist vielleicht am wichtigsten –, dass RESTful-APIs für den Speicherzugriff sehr gut zum Modell der Cloud-Dienste passen, da sie die natürliche Sprache der Internetkommunikation nutzen: HTTP. Mit der zunehmenden Beliebtheit der AWS S3 API wurde ein weiteres zentrales Hindernis für die Einführung von Objektspeicher minimiert: eine Standard-API für den Anwendungszugriff auf Objektspeicher. So wie Anbieter von Network Attached Storage (NAS) Netzwerk-Dateiprotokolle wie NFS und SMB übernommen haben, brauchte auch Objektspeicher eine De-facto-API, die in der Cloud und in On-Premises-Objektspeicherlösungen unterstützt werden konnte. Heute ist AWS S3 für jeden Objektspeicheranbieter der Welt Pflicht – und wird inzwischen auch von wichtigen Unternehmensanwendungen genutzt, von Backup-Management bis zu Big-Data-Analysen, und sogar in Branchenlösungen für Medien und das Gesundheitswesen.

Irrtümer über Objektspeicher und die Leistungskennzahlen, auf die es wirklich ankommt

Im letzten Jahrzehnt wurde Objektspeicher immer noch mit „sekundären“ Daten in Verbindung gebracht – genauer gesagt mit Backups und Langzeitarchiven. Das beruht auf der etwas veralteten Vorstellung, dass Objektspeicher zwar Vorteile bei der „Skalierung“ (Kapazitätswachstum) bietet, seine Leistung für anspruchsvollere Anwendungen aber nicht ausreicht. Tatsächlich kann Objektspeicher, ob in der Cloud oder on-premises, einen sehr hohen Durchsatz bieten (schnelle Datenübertragung pro Sekunde). Das ist die wichtigste Leistungskennzahl für große Datenmengen, wie sie in Cloud-Anwendungen vorkommen (Bilder, Videos, Audiodateien und Dokumente). In Systemen wie Scality RING (auf Englisch) gehört ein sehr hoher Durchsatz für ein breites Spektrum an Anwendungen seit Jahren zum Standard. Anwendungen für die Bereitstellung von Videoinhalten, Big-Data-Analysen und sogar Cloud-basierte E-Mail-Dienste verlassen sich auf RING, um Dutzende Gigabyte pro Sekunde an Durchsatz zu liefern – und sogar die Leistung, um Petabytes an Daten pro Tag zu speichern! Die andere wichtige Leistungskennzahl, die eher für kleinere Datenmengen relevant ist, ist die „Latenz“ – also die Antwortzeit (meist in Millisekunden gemessen), die eine Anwendung braucht, um Daten aus dem Speichersystem abzurufen.

Mit Flash-Medien zu extrem niedrigen Latenzen bei Objektspeicher

In der Welt der On-Premises-Speicher-Arrays werden Flash-Medien seit vielen Jahren eingesetzt, um extrem niedrige Latenzen (unter 1 Millisekunde) zu erreichen. Warum hat Objektspeicher diese Medien also nicht schon früher für niedrige Latenzen genutzt? Der erste Teil der Antwort: In vielen Fällen nutzt Objektspeicher Flash-Medien schon seit Jahren, allerdings vor allem zur Beschleunigung des Metadatenzugriffs. Ein Teil der Speicherhardware diente dazu, Metadaten auf Flash zu speichern, während die größeren Datenmengen weiterhin auf herkömmlichen Festplatten (HDD) lagen, um die niedrigsten Kosten und die beste Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Der zweite Teil der Antwort: Inzwischen entsteht eine neue Klasse von Anwendungen, die wirklich davon profitiert, wenn die eigentlichen Daten in Objektspeicherlösungen auf Flash-Medien liegen. Diese Anwendungen werden über das Modell bereitgestellt, das wir heute „Cloud-native“ nennen und das im Grunde auf dem Einsatz von Containern (populär geworden durch Docker) (auf Englisch) basiert, um Software als Sammlung von Services bereitzustellen. Hinzu kommt der Einsatz von Frameworks zur Container-Orchestrierung – das mit Abstand beliebteste ist heute Kubernetes (auf Englisch).


Welche Anwendungs-Workloads von schnellem Objektspeicher profitieren

Als Nächstes sollten wir uns ansehen, welche Arten von Anwendungs-Workloads von schnellem Objektspeicher profitieren können. Gemeinsam ist ihnen, dass sie oft Zugriff auf Millionen oder Milliarden kleinerer Datenobjekte (Dateien) sowie (wie bisher) auf größere Mediendateien benötigen. Bei riesigen Mengen kleiner Dateien wird die Zugriffslatenz daher zu einem größeren Thema. Zu diesen Workloads gehören:

  • Live-Tier-Analytics – Hier werden die Daten „vor Ort“ im Objektspeicher analysiert, statt sie aus dem Objektspeicher zu extrahieren bzw. für den Zugriff auf eine andere Speicherebene zu verschieben.
  • Tier-1-Backup – Das sind typischerweise kürzerfristige Backups, die für Wiederherstellungen kritischer sind und daher auf einen wirklich schnellen Zugriff angewiesen sind.
  • KI- und ML-Anwendungen (maschinelles Lernen) – Sie erzeugen und verarbeiten oft Millionen kleinerer Datendateien.
  • IoT- und Edge-Anwendungen – Sie benötigen schnellen Zugriff auf Sensordaten, Logdateien, Zeitreihendaten und viele andere Arten kleinerer Dateien

Diese neuen Anwendungs-Workloads gehen jetzt online und werden ganz selbstverständlich über das Cloud-native Modell bereitgestellt. Cloud-native Anwendungen nutzen ebenfalls RESTful-APIs, wodurch die AWS S3 API noch beliebter wird, als sie es heute schon ist. Und die Verbindung von Objektspeicher und Flash-Medien liefert die Kombination aus hohem Durchsatz und niedriger Latenz – ideal für diese neue Welt Cloud-nativer Workloads.

Mit Lösungen, die schnellen Objektspeicher für Cloud-native Anwendungen bieten, wird das Surfen auf dem Tsunami ganz einfach

Neue Studien führender Analysten – etwa dieser Bericht der Evaluator Group (auf Englisch) – dokumentieren, wie Lösungen wie Scality RING jetzt All-Flash-Speicherserver nutzen können, um dieses neue, spannende Leistungsniveau zu liefern und Cloud-native Anwendungen voll zu unterstützen. Jetzt ist es Zeit, sich vorzubereiten!