8 Seit Fritz Langs Film „Metropolis“ der Welt den vom Wissenschaftler Rotwang erschaffenen Maschinenmenschen vorstellte, hat die Welt die Ankunft humanoider Roboter gleichermaßen gefürchtet und herbeigesehnt. Mehr Vielseitigkeit Bislang blieb der Traum, solche Maschinen zu erschaffen, fest im Reich der Science-Fiction – bis das Cloud Computing neue Freiheiten brachte. Cloud-basierte Verarbeitung wird künftig wohl die größte Wirkung auf die Servicerobotik haben, denn Hardware und Rechenkapazität wandern auf entfernte Systeme. Das gibt Robotikingenieuren die Freiheit, leichtere und immer vielseitigere Konstruktionen zu entwickeln. Wird hochkomplexe Navigation und Verarbeitung an ein virtuelles Gehirn in der Cloud ausgelagert, lassen sich die grundlegenden manuellen Fähigkeiten bestehender Maschinen aufrüsten. Das senkt die Kosten und verringert die Notwendigkeit, Hardware neu zu entwickeln. Künftige Roboter werden über WLAN oder Bluetooth kommunizieren und in Echtzeit auf ihre Umgebung reagieren, während sie gesammelte Daten mit entfernten Teams teilen – mitunter rund um den Globus. Mögliche Anwendungen Die neuen Anwendungen solcher Roboter sind grenzenlos: in der Raumfahrt, bei Brand- und Seenotrettung und natürlich in Kampfsituationen, die für Menschen zu gefährlich sind. Sehen Sie sich die beeindruckenden Aufnahmen von Boston Dynamics und die Arbeit des Teams von Marc Raibert an. Upgrades für Serviceroboter Service-Upgrades gehören zu den Schwachstellen der Robotikbranche: Roboter sind auf die beim Kauf vorinstallierte Software angewiesen. Cloud-Robotik verschafft Robotern Freiheit: Indem sie die Cloud als zusätzliche Quelle für Speicher und Rechenleistung nutzen, können sie sich an künftige Fähigkeiten anpassen – ähnlich wie Ihr Smartphone heute Upgrades aus der Ferne installiert. „Cloud-Robotik-Dienste, die den Lebenszyklus der Roboterentwicklung erleichtern, sind ein entscheidender Schritt hin zu erschwinglicheren Robotern und einfacherer Entwicklung.“ Donne Thomas (auf Englisch)