7 Moderne S3-Plattformen müssen weit mehr leisten als reine Skalierung. Unternehmensumgebungen verlangen sicheren Zugriff, hohe Parallelität, vorhersehbare Leistung und Resilienz über Knoten und Standorte hinweg – ohne zusätzliche betriebliche Komplexität. Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat Scality die Integration von Scality RING 9.5 mit F5 BIG-IP 17.5 validiert: eine getestete, wiederholbare Architektur für S3-Bereitstellungen auf Enterprise-Niveau, die KI- und datenintensive Workloads unterstützt. Dieses validierte Design bestätigt die funktionale Kompatibilität, das Leistungsverhalten und die Ausfallbehandlung, wenn F5 BIG-IP als vorgelagerte Traffic-Management-Schicht für Scality RING eingesetzt wird. Das Ergebnis ist eine bewährte Referenzarchitektur für Unternehmen, die große, mandantenfähige oder standortübergreifende Objektspeicherumgebungen betreiben, in denen ein sicherer, leistungsstarker S3-Zugriff entscheidend ist. Architekturüberblick In diesem validierten Design arbeitet F5 BIG-IP als Full-Proxy-Application-Delivery-Controller (ADC) vor Scality RING, dem Speichercluster, und entkoppelt so den Clientzugriff von der Backend-Speichertopologie. Der Datenfluss im Überblick S3-Clients verbinden sich mit einer einzigen virtuellen IP (VIP), die BIG-IP bereitstellt. BIG-IP terminiert TLS und baut separate Backend-Verbindungen zu den RING-Speicherknoten auf. Die Verteilung des Datenverkehrs auf die Speicherserver übernimmt der BIG-IP Local Traffic Manager (LTM). Das Health Monitoring sorgt dafür, dass ausgefallene Knoten automatisch aus dem Betrieb genommen werden. Dieser Ansatz entkoppelt den Clientzugriff von der Backend-Infrastruktur und ermöglicht zugleich eine granulare Steuerung von Traffic-Management, Sicherheit und Verfügbarkeit. Zentrale Integrationskomponenten Konfiguration von F5 BIG-IP BIG-IP wurde als Virtual Edition (VE) mit folgender Konfiguration bereitgestellt: Local Traffic Manager (LTM) zur Verteilung des S3-Datenverkehrs Client-SSL-Profile für die TLS-Terminierung SNAT AutoMap aktiviert, um symmetrisches Routing sicherzustellen Diese Konfiguration bildet die Grundlage für eine sichere, skalierbare und beobachtbare Verarbeitung des Datenverkehrs. Konfiguration von Scality RING Die Scality-RING-Umgebung bestand aus: Scality RING Version 9.4.5 Mehreren Speicherservern, die intern auf HTTP (Port 80) lauschen S3-Zugriff, der extern über die HTTPS-VIP von BIG-IP (Port 443) bereitgestellt wird Wiederverwendeten bestehenden S3-Zertifikaten, um Validierungsprobleme am REST-Endpunkt zu vermeiden Dieses Design erhält bestehende RING-Konfigurationen und führt BIG-IP als vorgelagerte Steuerungsschicht ein. Abb.: RING an einem einzelnen Standort, F5 verteilt die Anfragen SSL/TLS-Terminierung und Sicherheit BIG-IP terminiert TLS-Verbindungen über ein dediziertes Client-SSL-Profil, das an den virtuellen Server gebunden ist. Wichtige Vorteile Entlastet die RING-Speicherknoten von kryptografischen Berechnungen Zentralisiert das Lifecycle-Management der Zertifikate Bietet sicheren Zugriff auf: S3-API-Endpunkte die RING-Konsole den RING S3 Browser Die sichere Konnektivität wurde sowohl für administrative als auch für Datenpfade validiert und bestätigt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne betriebliche Reibung. Lastverteilungsverhalten BIG-IP LTM verteilt den S3-Datenverkehr auf einen Pool von RING-Speicherservern. Die Validierung bestätigte: Gleichmäßige Verteilung von PUT-, GET- und DELETE-Operationen Ausgewogene Festplattenauslastung über alle Knoten Stabiles Verhalten bei parallelen Workloads Verteilung des Datenverkehrs und Backend-Auslastung wurden über BIG-IP-Statistiken und RING-Knotenmetriken überwacht und bestätigten ein korrektes Lastverteilungsverhalten unter Dauerlast. Leistungsvalidierung Die Leistungstests wurden mit einem Lastgenerator durchgeführt, der S3-Workloads mit hoher Parallelität simulierte. Testmerkmale PUT-, GET- und DELETE-Operationen Objektgrößen bis 1 MB Parallelität mit bis zu 512 Threads Dauertests über 5–10 Minuten Beobachtete Ergebnisse Konstanter Durchsatz bei allen Operationen Keine Sättigung einzelner Speicherknoten Vorhersehbare Latenz im eingeschwungenen Betrieb Das bestätigt, dass BIG-IP keine Engpässe verursacht und Scality RING hinter der ADC-Schicht weiterhin horizontal skaliert. Hochverfügbarkeit und Ausfallszenarien Die Ausfalltests konzentrierten sich auf das Verhalten in realistischen Störungsszenarien, darunter: Ausfälle einzelner Speicherknoten Teilweise Backend-Ausfälle Störungen über mehrere Standorte hinweg Die Health Checks von BIG-IP erkannten Ausfälle und entfernten betroffene Knoten dynamisch aus dem aktiven Pool. Der Clientzugriff lief über funktionsfähige Knoten weiter, ohne dass Endpunkte geändert werden mussten. In standortübergreifenden Szenarien (GSLB) bot BIG-IP klare Einblicke in Backend-Ausfälle und das Verbindungsverhalten unter Last und verbesserte so das betriebliche Lagebild bei eingeschränktem Betrieb. Abb.: RING an zwei Standorten mit F5 Betriebliche Vorteile Dieses validierte Design bietet Plattform- und Infrastrukturteams mehrere praktische Vorteile: Ein einziger S3-Endpunkt, unabhängig von der Clustergröße Zentrale TLS-Terminierung und Durchsetzung von Traffic-Richtlinien Einfachere Skalierung: RING-Knoten hinzufügen, ohne Clients neu zu konfigurieren Klare Aufgabentrennung zwischen Traffic-Management und Speicherdiensten Zusammen verringern diese Vorteile das betriebliche Risiko und verbessern Flexibilität und Kontrolle. Von der Validierung in die Produktion Diese validierte Architektur aus Scality RING und F5 BIG-IP zeigt, dass BIG-IP sicher und effektiv als vorgelagertes Frontend auf Enterprise-Niveau für Scality-S3-Workloads eingesetzt werden kann. Die Integration bietet sicheren Zugriff, intelligente Lastverteilung und resilientes Verhalten bei Ausfällen – ohne Abstriche bei Leistung oder Skalierbarkeit. Für Unternehmen, die große, mandantenfähige oder standortübergreifende Objektspeicherplattformen aufbauen, bietet dieses Design eine praxisnahe Referenz für den sicheren Schritt in die Produktion. Es verringert das betriebliche Risiko, vereinfacht das tägliche Management und gibt Plattformteams die Flexibilität, S3-Dienste zu skalieren und zu schützen, während Datenmengen und Workload-Anforderungen weiter wachsen.