10 Seit fast sieben Jahren bei Scality: Chris Harvey, Lead Architect, ist ein hoch angesehener Ansprechpartner mit Antworten, Ratschlägen und einer unerschütterlichen Hilfsbereitschaft. „‚Wie lautet die Antwort auf diese Frage?‘ ist wohl die einfachste Frage, die mir immer wieder gestellt wird“, sinniert er. Die Unterstützung der Sales Engineers bei ihren Vertriebsaktivitäten umfasst eine ganze Reihe von Aufgaben – von Aufsicht und Beratung über die Teilnahme an Telefonkonferenzen („Ich bringe ein paar graue Haare mit, und manchmal hilft das“) und die Unterstützung von Partnerorganisationen bis hin zum „Entwickeln von Tools, wenn ich sehe, dass sie gebraucht werden.“ Trotz der langen Arbeitstage, die diese Aufgaben mit sich bringen, legt Chris stets Wert darauf, Kunden persönlich zu treffen. Sein Ansatz beruht auf einer Haltung der alten Schule, die der jüngeren Generation im Zeitalter elektronischer Medien seiner Sorge nach zunehmend abhandenkommt. „Ich halte den direkten Austausch mit Kunden für wirklich wichtig. Ich besuche Kunden sehr gern und versuche, ihre Herausforderungen zu verstehen, denn manchmal unterscheidet sich unser Bild davon, was sie antreibt, am Telefon stark von der Realität, die sich zeigt, wenn man mit ihnen zu Mittag isst.“ Als einer der „Ältesten“ bei Scality ist Chris immer bereit, die Ärmel hochzukrempeln und einzuspringen, wenn Hilfe gebraucht wird. Sein Manager Emilio Roman verrät: „Was ich an Chris bewundere, ist seine Offenheit und Hilfsbereitschaft, ob für sein eigenes Team oder für jedes andere Team im Unternehmen. Indem er die SE-Community bei anspruchsvolleren Kunden und Projekten unterstützt, bewirkt er geschäftlich einen echten Unterschied.“ Ein Beispiel: Erst am Tag vor unserem Gespräch war Chris bis spät in die Nacht aufgeblieben, um einem SE mit einem fehlerhaften Demosystem zu helfen. Und sein Engagement geht so weit, dass er eigenständig Tools entwickelt, um bestehende Lücken zu schließen. „Was ich an Scality mag: Ich habe die Freiheit, die Dinge zu tun, die meiner Meinung nach nötig sind“, erklärt Chris. „Vor einiger Zeit hatten die SEs zum Beispiel keine Demoplattform. Es war klar, dass wir etwas tun mussten, also habe ich die Zügel in die Hand genommen und sie weiterentwickelt.“ Er fährt fort: „Das gehört dazu, wenn man ein kleines Unternehmen ist. Man packt an, wo immer es nötig ist.“ Kein Wunder, dass Chris sich so sehr dafür einsetzt, dass das Schiff reibungslos läuft. „Das ist für mich nicht einfach irgendein Unternehmen“, betont er. „Es ist ein Unternehmen, das ich mit aufgebaut habe. Ich möchte, dass es erfolgreich ist, weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir etwas anders machen.“ Emilio ergänzt: „Mit seiner harten Arbeit und seinem Engagement hat Chris ganz sicher zum Erfolg von Scality beigetragen. Eindeutig eine der Säulen des Unternehmens.“ Neben seinem leidenschaftlichen Engagement beruht Chris’ Hilfsbereitschaft auch auf seiner lebenslangen Leitphilosophie: Gutes weitergeben. Er erzählt eine Anekdote aus seiner Jugend in Washington, D.C., als er spätabends in einem Denny’s saß. „Da waren zwei junge Männer bei einem Doppeldate mit zwei Mädchen. Die Jungs bestellten weniger, weil sie offensichtlich nicht genug Geld hatten, um das Date zu bezahlen.“ Chris rief den Kellner herbei und sorgte dafür, dass die Rechnung der vier jungen Leute diskret übernommen wurde. „Ich wollte einfach, dass sie eine schöne Überraschung erleben und die Jungs vor ihren Dates gut dastehen“, erinnert er sich lächelnd. „Wenn Sie die Gelegenheit haben, jemandem etwas Gutes zu tun, dann tun Sie es einfach.“ Chris’ herausragende Karriere spiegelt zwar deutlich seine Leidenschaft für Technik wider (er war 16, als der ZX81 von Sinclair auf den Markt kam, und der Rest ist Geschichte), sie zeigt aber auch seine Liebe zum Vertrieb. Nach Stationen bei Unternehmen wie Hewlett Packard, Openwave und Archivas wurde er Distinguished Engineer bei Comcast. Sein Wunsch, wieder in den Vertrieb zurückzukehren, führte ihn schließlich zu Scality. „Im Herzen bin ich wirklich ein Verkäufer. Ich mag das Hin und Her in der Zusammenarbeit mit Kunden, wenn man versucht, einen Deal an Land zu ziehen. Und wenn man den Deal bekommt, ist das großartig. Es ist ein Vertrauensbeweis des Kunden.“ Wenn Chris nicht gerade hart arbeitet, reist er gern mit seiner Frau und seinen drei Kindern, segelt und fährt Mountainbike. Tatsächlich freut er sich schon auf einen Segeltörn in Schweden in diesem Sommer, bei dem sich für ihn ein Kreis schließt: Als kleiner Junge lernte Chris das Segeln von seinem Vater, und bald gibt er diese Tradition an seinen eigenen Sohn weiter. „Mein Sohn wird bald so weit sein, dass er allein segeln kann. Ich bin wirklich nervös, freue mich aber auch darauf, zu sehen, wie er sich dabei entfaltet.“ Foto von Luca Bravo (auf Englisch) auf Unsplash (auf Englisch)