8 Als das Team nach der Qualität der Betreuung gefragt wurde, ging Rahul als beliebtester Mentor hervor Als Technical Lead im Büro in San Francisco hat Rahul Padigela viel zu tun. Seine Hauptaufgabe besteht darin, ein Feature zu konzipieren und es dann gemeinsam mit einem großen Entwicklerteam von Anfang bis Ende umzusetzen. Außerdem übernimmt Rahul den Großteil der Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Shivani Pradhan, Director of Software Engineering, bemerkt: „Als das Team nach der Qualität der Betreuung gefragt wurde, ging Rahul als beliebtester Mentor hervor.“ Ein Talent erkennen Rahul scheint der Aufgabe mehr als gewachsen. Zum einen … „Ich blühe im Chaos auf“, gibt er zu. „Mir ist irgendwie langweilig, wennkein Chaos herrscht.“ Zum anderen hat Rahul schon seit seiner Kindheit Erfahrung im Unterrichten. Ein Vorteil seiner Schulzeit an einer katholischen Schule in Hyderabad, Indien, war der frühe Kontakt mit Computern und dem Programmieren in BASIC. Als er mit neun Jahren die Schule wechselte, erkannte sein neuer Lehrer schnell sein Talent und bat ihn, beim Unterrichten seiner Mitschüler zu helfen. „Ich hatte diesen Vorsprung und nutzte ihn, um den Jüngeren zu helfen: Ich brachte ihnen bei, einfachen Code zu schreiben, eine Maus und eine Tastatur zu benutzen und am Computer zu spielen. So bin ich zur Informatik gekommen.“ Mentoring Für Rahul ist das Mentoring von Nachwuchskräften nicht nur einer der erfüllendsten Aspekte seiner Arbeit, sondern auch Teil seiner umfassenderen Überzeugung, welche Rolle die Förderung für die Produktivität am Arbeitsplatz spielt. Er erklärt: „Viele Nachwuchsingenieure kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Jeder lernt anders und in einem anderen Tempo. Ich kann das einordnen und jemandem helfen, zu wachsen und das zu werden, was er werden möchte.“ Diese Förderung des individuellen Wachstums ist ein wesentlicher Bestandteil des Teamerfolgs. „Förderung bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass sich alle gut ins Team integrieren. Nicht Einzelne werden erfolgreich, sondern das Team. Dafür zu sorgen, dass alle gleich viel Verantwortung tragen und gleichermaßen stolz auf ihre Arbeit sind – das ist der fördernde Aspekt meiner täglichen Arbeit.“ Wie viele andere schätzt Rahul an seinem Job vor allem das Lösen von Problemen. „Ich nehme gern ein Konzept und baue es von Grund auf, bis daraus ein Feature wird, das ein Kunde nutzen kann. Der ganze Prozess ist für mich sehr erfüllend“, sagt er. „Rahul kann sehr gut komplexe Designs entwerfen und komplexe Probleme lösen“, bestätigt Shivani. Sein Talent, Dinge zu bauen, entdeckte Rahul mit zwölf Jahren. Alles begann mit einem Konzert von Yanni: „Ich bat meinen Vater um ein Klavier. Ich hatte auf ein richtiges gehofft, aber stattdessen schenkte er mir ein Micky-Maus-Klavier – die beiden Ohren waren die Lautsprecher.“ Er erinnert sich an seine große Enttäuschung und fährt fort: „Es hatte vorab aufgenommene Lieder, die abgespielt wurden, wenn man einen Knopf drückte. Ich wollte unbedingt wissen, wie das funktioniert, also habe ich das ganze Ding auseinandergenommen. Ich brauchte einen Monat, um es zu reparieren, aber ich habe es wieder zusammengebaut. So habe ich angefangen, Dinge auseinanderzunehmen und zu reparieren.“ Er fügt hinzu: „Ich denke mir immer: Hätte ich damals ein richtiges Klavier bekommen, wäre ich wahrscheinlich kein Informatikingenieur geworden.“ Neben seiner Rolle als Ingenieur und Mentor ist Rahul für sein außergewöhnliches Kochtalent bekannt – und dafür, dass sein Team immer gut versorgt ist. „Er hat sich den Ruf eines echten Feinschmeckers und sehr guten Kochs erarbeitet“, schwärmt Shivani. „Er hat das Team schon zu Potlucks und Abendessen eingeladen. Wer das Glück hatte, seine Köstlichkeiten zu probieren, schwärmt noch immer von seiner Liebe zum Detail.“ Die Kreativität, die er beim Lösen von Problemen einsetzt, kommt ihm zwar auch beim Experimentieren mit Fusion-Küche zugute, doch für Rahul ist Kochen auch eine Möglichkeit, Familientraditionen fortzuführen. „Ich habe die Rezepte meiner Großmutter gelernt, und wenn ich nach Indien zurückkehre, koche ich für 30 Familienmitglieder. Sie sagen immer, dass es genauso schmeckt wie bei ihr.“ Tatsächlich ist eine von Rahuls Ideen für ein Restaurant eine „Konzeptküche“, die ‚Großmutterrezepte‘ aus verschiedenen Kulturen zusammenbringt, um „einen Moment zu schaffen, in dem man denkt: ‚Das habe ich als Kind gegessen!‘“ Wenn er nicht vor dem Bildschirm oder am Herd steht, findet man Rahul mit seinem fünfjährigen Labrador Tyson am Strand oder als Freiwilligen bei lokalen Tierschutzorganisationen. Und er hat viele Ideen und Ziele für die Zukunft: Französisch lernen (es wäre seine vierte Sprache), Gitarre spielen, ein neues Produkt entwickeln und seinen Musik- und Literaturgeschmack pflegen. Und wenig überraschend … „Ich möchte eines Tages mein eigenes Restaurant eröffnen. Ich mag auch Kaffee sehr, also eröffne ich vielleicht einfach ein Café, das Brunch anbietet.“