2 In den fast 15 Jahren, in denen Scality Teil des Ökosystems für Unternehmensspeicher ist, haben wir gesehen, wie Makrotrends, das rasante Tempo technologischer Fortschritte und sich wandelnde Kundenanforderungen den Markt prägen. Im Unternehmensrechenzentrum hat Objektspeicher seit der Phase der frühen Anwender um 2010 einen weiten Weg zurückgelegt. Frühe Kunden erkannten sofort die enormen Vorteile, die Objektspeicher im Cloud-Maßstab bietet. Aus Sicht der Anwendungsanbieter galt Objektspeicher zunächst als zuverlässige, „günstige und tiefe“ Möglichkeit, sehr große Datenmengen für Langzeitaufbewahrung, Archivierung und Compliance zu speichern. Diese Wahrnehmung hat sich erweitert – zu Recht, angesichts der vielen Vorteile, die Objektspeicher für immer mehr Anwendungsfälle bietet, einschließlich Verbesserungen für hohe Performance. Im Bereich Datenschutz brauchte es einen wirklich innovativen und vorausschauenden Anbieter, um eine Unternehmensanwendung auf den Markt zu bringen, die Objektspeicher als vollwertige Lösung für die Datenspeicherung behandelt. Genau das hat Veeam Software mit seiner bahnbrechenden Ankündigung der Veeam Data Platform getan. Die Integration von Anwendung und unveränderlichem Objektspeicher bietet enorme Möglichkeiten, die gewaltigen Herausforderungen der Cybersicherheit für Unternehmen zu lösen. Die gemeinsame Lösung von Veeam + Scality bietet unseren Kunden nun einen umfassenden Ansatz für unzerstörbaren Ransomware-Schutz und fortschrittliche Cyberresilienz. Ein großer Erfolg im Kampf gegen Ransomware. Cyberresilienz angesichts von Cyberbedrohungen priorisieren Cyberresilienz steht für die meisten Führungskräfte in Unternehmen und im öffentlichen Sektor ganz oben auf der Agenda – und hat für CIOs und CISOs höchste Priorität. Die meisten dieser Entscheider planen inzwischen fest mit einem Ransomware-Angriff. Um ihre Daten zu schützen, bauen sie mehrere Sicherheitsebenen auf – von Firewalls über Anwendungen bis zum Datenspeicher. Sie planen auch Wiederherstellungsstrategien für den unvermeidlichen Ernstfall – mit dem Ziel, den Geschäftsbetrieb nach einem Angriff so schnell wie möglich wiederherzustellen. Allen voran steht die Datenwiederherstellung, denn Daten sind heute die Grundlage fast aller Geschäftsprozesse. Datenspeicher – genauer gesagt unveränderlicher Datenspeicher – ist der Schlüssel zu Strategien für die Datenwiederherstellung. Unveränderlicher Datenspeicher speichert Daten nach dem Schreiben so, dass sie in keiner Weise geändert, gelöscht oder manipuliert werden können. Das schützt vor Ransomware, Malware und auch vor versehentlichen oder böswilligen menschlichen Handlungen. Unveränderlichkeit gilt weithin als unverzichtbar im Kampf gegen Ransomware, weil sie Daten wirksam vor jeder Löschung oder Änderung schützt – wie sie bei einem Ransomware-Angriff, der kritische Daten verschlüsseln will, üblich wäre. Zudem müssen wir Ransomware-Angriffe berücksichtigen, die Daten lesen und abziehen (exfiltrieren) und veröffentlichen wollen, um sensible oder geheime Daten offenzulegen (denken Sie etwa an Wikileaks). Scality hat sich in den vergangenen über 15 Jahren vor allem auf den Schutz der Daten seiner Kunden konzentriert. Wir verwenden den Begriff unzerstörbarer Cloud-Speicher (auf Englisch), um unsere Bemühungen zu beschreiben, Daten vor einem möglichst breiten Spektrum an Bedrohungen durch Datenverlust, Sicherheitslücken und Manipulation zu schützen. Unsere Produktimplementierungen setzen alles daran, dass Daten vor einer Vielzahl von Angriffen geschützt und sicher sind. Der fünfgliedrige Ansatz von Scality für Cyberresilienz Um unseren Kunden maximalen Schutz vor aktuellen und künftigen Bedrohungen zu bieten, wurden die Lösungen von Scality sorgfältig so konzipiert, dass sie fünf unterschiedliche Ebenen unzerstörbarer Cyberresilienz bieten. Diese Fähigkeiten sind in die inhärente Unveränderlichkeit unserer Objektspeicherarchitekturen eingebaut. Von oben nach unten im Software-Stack: Unveränderlichkeit auf Ebene der Amazon-S3-API Die Amazon S3-API hat sich seit ihrer Einführung als Public-Cloud-Speicher-API im Jahr 2006 enorm weiterentwickelt. Ein wesentlicher Grund für ihre Beliebtheit ist, dass sie inzwischen von Anwendungsentwicklern und Lösungsanbietern für wichtige Unternehmensanwendungen wie die Veeam Data Platform genutzt wird. Die neueste Version dieser Software unterstützt jetzt „Direct-to-Object-Storage“-Backups sowie eine erweiterte Smart Object Storage API (SOSAPI). Unveränderlichkeit auf API-Ebene hilft uns, absichtliche oder versehentliche Versuche eines Nutzers oder einer Anwendung abzuwehren, Daten per S3-Befehl zu überschreiben (wie es bei einem Ransomware-Angriff der Fall sein könnte). Eine wichtige Erweiterung von S3 kam vor einigen Jahren mit der Einführung von Unveränderlichkeit auf API-Ebene durch die S3-Object-Lock-APIs. Konfigurierbare Aufbewahrungsrichtlinien sorgen dafür, dass die Unveränderlichkeit für einen bestimmten Zeitraum erhalten bleibt, wie es Geschäftsregeln erfordern – oder um unterschiedliche Richtlinien für verschiedene Datensätze festzulegen. Scality unterstützt all diese APIs und zudem einen Compliance-Modus, der sicherstellt, dass einmal gesetzte Objektsperren und Aufbewahrungsrichtlinien nicht außer Kraft gesetzt werden können – nicht einmal vom Superadmin des Systems. Dank dieser starken Unveränderlichkeit auf API-Ebene hat die Lösung von Scality auch die anspruchsvolle SEC-Regel 17a-4 (auf Englisch) für die Compliance in der Finanzbranche bei Banken erfüllt. Neben Object Locking unterstützt S3 auch optionale Richtlinien zur Bucket-Versionierung, die ältere Zustände von Objektdaten bewahren, falls eine Anwendung versucht, ein bestehendes Objekt zu überschreiben oder zu löschen. Alle Lösungen von Scality setzen umfassende AWS-kompatible Authentifizierung (genauer gesagt HMAC-basierte Signature-v4-Authentifizierung mit privaten und geheimen Schlüsseln) und IAM-Richtlinien (Identity and Access Management) nach AWS-Vorbild für eine ultrafeine Zugriffskontrolle auf S3-Buckets und Objektdaten um. Ein Ransomware-Akteur ohne gültige S3-Schlüssel und ohne gültige Benutzeridentität käme bei seinen Versuchen, auf Daten in einer Scality-Lösung zuzugreifen, also nicht weit. Kurz gesagt: Diese „oberste Ebene“ der Unveränderlichkeit in der S3-API hilft uns, absichtliche oder versehentliche Versuche eines Nutzers oder einer Anwendung abzuwehren, Daten per S3-Befehl zu überschreiben (wie es bei einem Ransomware-Angriff der Fall sein könnte). Verschlüsselung bei der Übertragung und im Ruhezustand mit externer Schlüsselverwaltung Unveränderlichkeit auf API-Ebene ist zwar ein wichtiges Element der Cyberresilienz, kann aber nicht verhindern, dass ein authentifizierter Nutzer Daten liest und darauf zugreift – etwa um sie in böswilliger Absicht zu veröffentlichen (exfiltrieren). Hier setzt Scality auf moderne Verschlüsselungsverfahren, die Daten eine zusätzliche Schutzebene geben: HTTPS/TLS-Terminierung der S3-Endpunkte stellt sicher, dass übertragene Daten nicht sinnvoll von Unbefugten ausgespäht werden können. AES-256-Bit-Verschlüsselung ruhender Daten im Scality-Speichersystem: S3-Objektdaten werden am S3-Endpunkt beim Schreiben in das Speichersystem verschlüsselt und beim Lesezugriff entschlüsselt – aber nur, wenn der Nutzer autorisierten Zugriff auf die Schlüssel hat. Wir gehen noch weiter, indem wir die verschlüsselten Schlüssel selbst in einem dedizierten, speziell entwickelten Schlüsselverwaltungssystem (KMS) speichern, sodass die Schlüssel in ihrer eigenen Sicherheitsdomäne liegen. Dabei unterstützen wir das bekannte KMIP-Protokoll für eine Vielzahl der gängigsten KMS-Lösungen von Drittanbietern. Diese Verschlüsselungsmechanismen ergänzen die Unveränderlichkeit der S3-API-Ebene um eine weitere wichtige Verteidigungslinie in unserer Gesamtlösung zum Schutz vor Ransomware. Verteiltes Erasure Coding macht Daten für Angriffe auf niedriger Ebene unentschlüsselbar Ransomware-Angreifer könnten so raffiniert werden, dass sie erkennen, dass die S3-API-Ebene angesichts der beschriebenen S3-Object-Lock-Funktionen sowie der IAM-Authentifizierung und Zugriffsrichtlinien schwer zu durchdringen ist. Was, wenn es ihnen gelingt, unterhalb der API-Ebene in das System einzudringen und tatsächlich Daten auf den physischen Festplatten zu lesen oder zu schreiben? Hier kommt der fortschrittliche Datenschutzansatz von Scality ins Spiel – durch verteiltes Erasure Coding. Es wird in der Regel für Datenobjekte über 64 Kilobyte eingesetzt, also für einen Großteil der Daten in einem Objektspeicher. Wie funktioniert verteiltes Erasure Coding? Daten werden in Fragmente („Chunks“) zerlegt, mit redundanten Daten (Paritäts-Chunks) erweitert und kodiert und dann intelligent über alle Laufwerke im System verteilt. Der Katalog der Speicherorte der Chunks liegt in einem sicheren, gehärteten Repository mit eigener, separater (nicht geteilter) Authentifizierung und Zugriffskontrolle – er ist also hochgradig geschützt. Ohne diese „Karte“ wäre es unmöglich nachzuvollziehen, wo die einzelnen Teile einer Datei im verteilten System gespeichert sind. Dadurch wird der Erfolg eines typischen Angriffs, bei dem Nutzerdaten zur Erpressung verschlüsselt werden, äußerst unwahrscheinlich, da der Cyberkriminelle wissen müsste, wo die Tausenden Chunks eines Datenobjekts gespeichert sind. Geografische Verteilung und Replikation beseitigen das Problem „alle Daten an einem Ort“ Da ein Ransomware-Angriff die Abwehr eines einzelnen Rechenzentrums durchdringen kann, müssen wir diesen Angriffsvektor beseitigen. Lösungen von Scality können Daten über mehrere Standorte, Verfügbarkeitszonen oder physische Rechenzentren hinweg speichern. Das Ergebnis sind mehrere „Sicherheitsdomänen“, die ein Ransomware-Angriff überwinden müsste, um auf alle Instanzen der Daten zuzugreifen. Solange eine Kopie der Daten intakt bleibt (fehlerfrei und nicht von Ransomware betroffen), kann ein Unternehmen seine Daten wiederherstellen – und Lösegeldforderungen ablehnen. Lösungen von Scality unterstützen Multi-Site-Replikation (Spiegelung) zu entfernten Scality-Zielen in anderen Rechenzentren oder zu Cloud-Speicherzielen bei AWS, Azure, Google und einer wachsenden Zahl unserer regionalen Service Provider. Um Akteuren mit Zugriff auf den ersten Standort den Zugriff auf entfernte Standorte zu erschweren, können diese eigene IAM- und Sicherheitsdomänen haben. Indem die Schwachstellen beseitigt werden, die entstehen, wenn alle Daten an einem Ort liegen, werden Ransomware-Angriffe vereitelt. Inhärent unveränderliche Objektspeicherarchitektur schützt Daten auf der Kernspeicherebene Die große Mehrheit (Schätzungen zufolge über 90 %) der Ransomware-Angriffe zielt auf Anwendungen und Daten unter Microsoft Windows ab. Als weltweit meistgenutztes Betriebssystem bietet Windows Cyberkriminellen eine große Angriffsfläche. Natürlich gibt es auch Angriffe jenseits von Windows, wie der jüngste massive Angriff auf Hypervisor-Umgebungen von VMware (auf Englisch) zeigt. Ransomware-Banden werden zwar immer raffinierter, doch Ransomware-Code ist nach wie vor geschickter darin, gängige Plattformschwächen auszunutzen, die speziell Daten unter Windows betreffen. Bei Plattformen, auf die über RESTful-Speicher-APIs wie S3 für Daten in einem Objektspeicher zugegriffen wird, ist er noch nicht so weit. Dennoch sollten wir damit rechnen, dass sich das ändert. Objektspeicher ist dank seiner Unveränderlichkeit ideal für den Schutz vor Ransomware. Die Objektspeicherlösungen von Scality sind inhärent unveränderlich auf Ebene der Kernarchitektur – das System setzt also die richtigen Protokolle um, um Daten nach dem Schreiben in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren. Anwendungen können natürlich Objekt-API-Befehle aufrufen, die Daten löschen oder schreiben. Die zugrunde liegende Architektur setzt ein Überschreiben (eine PUT-Anfrage auf einen bestehenden Objektschlüssel) jedoch als Schreiben eines neuen Objekts um statt als Überschreiben des Originalobjekts – und behält dabei Aufzeichnung und Speicherort der Originaldaten bei. Ebenso erzeugen DELETE-API-Anfragen eine logische Markierung für das Ereignis statt einer physischen Löschung des Originalobjekts. Durch diese architektonische Absicherung stoppen wir viele der üblichen Ransomware-Angriffsmethoden, die Nutzerdaten verändern (vor allem verschlüsseln) wollen, um vom Kunden Lösegeld zu erpressen.