1 Puh! Was für ein Jahr! Wie schon die Jahre zuvor war 2023 eines für die Geschichtsbücher. Auf der Technologieseite könnte man leicht meinen, der einzige relevante Trend sei generative KI und ChatGPT gewesen. Schließlich hat diese neue, rasant aufstrebende Technologie die Schlagzeilen beherrscht und unzählige Meinungsbeiträge hervorgebracht, während Führungskräfte weltweit versuchen, das alles einzuordnen. Gleichzeitig nehmen Ransomware-Angriffe weiter zu, und als Reaktion darauf sehen wir mehr Regulierung im Bereich Cybersicherheit, da Behörden versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen. Bei Scality lag der Fokus in diesem Jahr darauf, Speicherlösungen zu liefern, auf die sich unsere Partner und Kunden verlassen können, um ihre Daten zu schützen – egal, was passiert. Wir machen keinen Hype, aber wir haben einige Gedanken dazu zusammengestellt, wohin sich Technologie und Speicher 2024 entwickeln. Doch zuerst ein Blick darauf, wie sich die Prognosen des letzten Jahres bewährt haben (auf Englisch). Ein kurzer Rückblick auf unsere Prognosen für 2023: Wie lagen wir? Steigen wir zunächst in die Zeitmaschine und sehen uns unsere Prognosen für 2023 noch einmal an. Bei IT-Kaufkriterien steht Sicherheit über allem – auch bei der Datenspeicherung. Diese Prognose hat sich eindeutig bestätigt. Sicherheit hat bei Kaufentscheidungen zunehmend Vorrang. Tatsächlich prognostiziert Gartner, dass bis 2028 100 % der Speicherprodukte Cyber-Storage-Funktionen enthalten werden (auf Englisch), die auf aktive Abwehr über die Wiederherstellung nach Cybervorfällen hinaus ausgerichtet sind. Bösartige Angriffe auf die Software-Lieferkette werden die Einführung von Open Source bremsen. Angriffe auf die Software-Lieferkette haben sich im vergangenen Jahr verdoppelt (auf Englisch), da Open Source zu einem beliebteren Einfallstor für Angreifer wurde. Ein Anbieter von Cybersicherheitslösungen berichtete sogar, dass im vergangenen Jahr jeder achte Download einer Open-Source-Komponente ein bekanntes Sicherheitsrisiko enthielt. Unstrukturierter Speicher wird intelligenter. Im vergangenen Jahr kamen unzählige neue Such-APIs und -Dienste zu Cloud-Speicher-Diensten hinzu, und dieser Trend wird sich sicher fortsetzen. Ein Beispiel: AWS S3 Select (auf Englisch) bietet eine eingeschränkte Form der SQL-Suche innerhalb eines S3-Buckets, während AWS Athena (auf Englisch) umfassendere Funktionen über S3-Daten hinweg bietet. Innovationen für grünen Speicher gewinnen an Fahrt. Auch wenn es noch ein Prozess ist, rückt Nachhaltigkeit für Führungskräfte schnell in den Fokus. In den USA ist das vor allem der Notwendigkeit geschuldet, Anforderungen an Scope-1- und Scope-2-Emissionen (auf Englisch) zu erfüllen. Rechenzentren machen rund 2 % des gesamten Energieverbrauchs in den USA aus und zählen damit zu den energieintensivsten Gebäudetypen (auf Englisch). HPE hat zudem einen Nachhaltigkeitsmesser in die GreenLake-Plattform integriert (auf Englisch). Managed Cloud Services und Objektspeicher wachsen enger zusammen. Ein wichtiges Beispiel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung von HPE GreenLake (auf Englisch), und wir sehen auch, dass immer mehr Anbieter Objektspeicher as a Service anbieten. (Wie der Managed-Services-Anbieter Somerville den Objektspeicher von Scality in seine Cloud-Services integriert, erfahren Sie hier.) Ein Blick nach vorn: Prognosen für die Speicherbranche 2024 Setzen wir nun unsere Zukunftsbrille auf und sehen uns an, welche Trends uns im neuen Jahr erwarten. Gerüchte über das Ende der HDD sind stark übertrieben. Viele Flash-Anbieter sagen das Ende rotierender Festplatten (HDD) in den kommenden Jahren voraus. Zwar machen Flash-Medien (auf Englisch) und Solid-State-Drives (SSDs) zusätzlich zu ihren bekannten Latenzvorteilen große Fortschritte bei Dichte und Kosten (Dollar pro GB), doch wir sehen bei HDDs einen Dichte-/Kostenvorteil um das 3- bis 5-Fache gegenüber hochdichten SSDs bis 2028. Die aktuelle Ankündigung des HDD-Endes ähnelt daher den Argumenten zum Ende des Bandes vor 20 Jahren – und wir erwarten ebenso, dass HDDs auf absehbare Zeit weiterleben, da sie für bestimmte Workloads Mehrwert bieten. Der Wert – und das Potenzial – von KI für unstrukturierte Daten rückt in den Vordergrund. Große Sprachmodelle (LLMs) sind die aktuellen Stars und bergen enormes Potenzial für den geschäftlichen Einsatz – wobei sie vor allem strukturierte (textbasierte) Trainingsdaten nutzen. Wir prognostizieren, dass Unternehmen 2024 entdecken werden, dass ihre riesigen Bestände an unstrukturierten Daten (auf Englisch) in Form von Bildern und anderen Medien durch KI/ML-Tools für Bilderkennung zu einer nützlichen Quelle für Erkenntnisse werden – im Gesundheitswesen, in der Überwachung, im Verkehr und in anderen Geschäftsbereichen. Unternehmen werden Petabytes unstrukturierter Daten in skalierbaren „Lakehouses“ speichern, die diese Daten bei Bedarf an KI-optimierte Dienste im Kern, am Edge und in der Public Cloud liefern, um schneller Erkenntnisse zu gewinnen. Ransomware-Erkennung wird der nächste Fortschritt bei Datenschutzlösungen. Ransomware lässt nicht nach – so viel ist sicher. Angreifer sind gerissen und werden weiterhin jedes Werkzeug nutzen, um an sensible Unternehmensdaten zu gelangen. Infolgedessen werden Sicherheit und Ransomware-Schutz proaktiver und zu einem standardisierten Bestandteil von Anwendungs- und Speicherbereitstellungen. Speicheranbieter und Anwendungen werden also entweder native Funktionen oder Integrationen mit Drittanbieterprodukten bieten, die Daten bei der Übertragung und/oder im Ruhezustand auf bösartige Absichten scannen. Managed Services werden zum Schlüssel, um die Komplexität der Hybrid Cloud zu bewältigen. Multi-Cloud ist für die meisten Unternehmen heute Realität, da sie mehrere SaaS- und IaaS-Angebote verschiedener Anbieter nutzen. Die Nutzung von On-Premises- und Public-Cloud-Ressourcen in einer einzigen Anwendung oder einem Workload ist jedoch durch die Komplexität unterschiedlicher Bereitstellungsmodelle sowie mehrerer Anbieter-APIs und Orchestrierungs-Frameworks ins Stocken geraten. Das hat die Versprechen des Hybrid-Cloud-Modells in puncto Agilität und Kostensenkung gebremst. Wir prognostizieren jedoch, dass Unternehmen zunehmend auf die Erfahrung und Kompetenz von Managed Service Providern (MSPs) setzen werden, um diese Komplexität zu lösen und Geschäftswert und Rendite zu erzielen. Zweiter Stern rechts und dann geradeaus bis 2024! Wie immer bringt das neue Jahr eine Mischung aus bekannten und unbekannten Variablen. Ein Unbekanntes kann zwar unvorhersehbare Umwälzungen auslösen – wie ChatGPT in diesem Jahr –, doch wir konzentrieren uns auf die absehbare Marktentwicklung. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung in der Speicherbranche stellen diese Prognosen die logischen und wahrscheinlichen Ergebnisse der Marktentwicklung dar. Was auch kommen mag: Scality ist bereit, seinen Kunden den skalierbaren, flexiblen und unveränderlichen Speicher zu liefern, den sie brauchen.