Thursday, November 5, 2026
Home » Was Ausdauerradsport über Resilienz und Flexibilität im Business lehrt

Was Ausdauerradsport über Resilienz und Flexibilität im Business lehrt

Ich bin ein „Work hard, play hard“-Mensch und arbeite zum Glück für ein Unternehmen, das genau diese Haltung lebt. Unser Firmenmotto lautet sogar: „Work hard, play hard, eat well and amaze the customer!“ 

Meine Kolleginnen und Kollegen und ich leben diesen Ansatz in Beruf und Alltag. Wir setzen alles daran, unseren Kunden und Partnern erstklassige Speicherlösungen zu bieten, die ihre wichtigen Daten schützen – egal, was passiert. Und wir zeigen auch nach Feierabend beeindruckendes Engagement für unsere Talente und Hobbys – von Tiefseefotografie (auf Englisch) über die Teilnahme an Ausdauer-Triathlons bis zu Rennen für gute Zwecke (auf Englisch) und vielem mehr.

Bei mir dreht sich alles ums Radfahren. Das Fahrrad ist nicht nur mein wichtigstes Verkehrsmittel für den Arbeitsweg, sondern auch eine meiner Leidenschaften. Ich liebe es, mich bei neuen Arten von Rennen und Events herauszufordern. Es ist spannend zu sehen, wie schnell und weit ich komme, wenn ich meine körperlichen und mentalen Kräfte auf die Probe stelle.

350 Kilometer Schlamm, Schweiß und Tränen 

Meine jüngste Herausforderung? Der GravelMan, ein hochintensives Mountainbike-Rennen, das ein ehemaliger Elite-Radfahrer mit Abenteuerlust ins Leben gerufen hat. Was die GravelMan-Rennserie (auf Englisch) von ähnlichen Events unterscheidet: Jegliche Unterstützung – Strom, Reparaturen, Begleitfahrzeuge – ist verboten. Bei diesen Rennen ohne fremde Hilfe ist man ganz auf sich gestellt – nur man selbst, das Rad und die Strecke.

Das Gelände ist oft rau. Ein GravelMan-Event, für das ich mich früher angemeldet hatte, führte über 350 Kilometer (220 Meilen) durch den Südosten Frankreichs, am Fuß der Pyrenäen. Zum Vergleich: Das entspricht vier oder fünf Marathons am Stück. Ob man schläft oder nicht, entscheidet jeder selbst; die Uhr läuft ab dem Start und stoppt erst an der Ziellinie, geplante Pausen oder Stopps gibt es nicht. Die Veranstalter geben einem ein GPS-Gerät und einen Tracker mit – und dann ist man auf sich allein gestellt.

Wind und Wetter ohne Schlaf trotzen

Ich wollte keine wertvolle Zeit verlieren und beschloss daher, während des Rennens nicht zu schlafen, sondern nur ein paar kurze Nickerchen zu machen. Das reduzierte die Ausrüstung, die ich mitnehmen musste – kein Zelt, also weniger Gewicht und mehr Tempo. Es ist allerdings ein gewisses Risiko: Schafft man das Rennen nicht in einem Zug, muss man unter wenig idealen Bedingungen schlafen oder hoffen, ein Hotel in der Nähe zu finden (oft unmöglich).

Die Strecke selbst ist wunderschön und führt teils durch abgelegenes, einsames Gelände. Regnet es, wird man nass – und hat keine andere Wahl, als weiterzufahren. Ich bin schon Rennen gefahren, bei denen ich an der Ziellinie durchnässt und völlig durchgefroren war. Da lernt man das Geschenk grundlegenden Komforts wirklich zu schätzen. 

Obwohl dieses Rennen mehrere Tage dauern konnte, brauchte ich nur 19 Stunden – einschließlich einiger sehr kurzer Pausen. Meine Planung und mein Training haben sich ausgezahlt: Ich wurde Zweiter. Allein das Ziel eines solchen Rennens zu erreichen, fühlt sich wie eine Belohnung an. Es ist berauschend.

Rennen mit Scality

Es gibt Parallelen zwischen meinem Leben auf dem Rad und meiner Arbeit bei Scality. Beides erfordert Flexibilität und Resilienz – ob beim Fahren durch Schlamm oder bei der Unterstützung von Kunden bei ihren größten Datenherausforderungen. Sich an jede Situation anpassen zu können, ist entscheidend. 

Man muss schnell sein – aber nicht zu schnell. Das habe ich aus früheren Rennen gelernt, bei denen ich zu früh zu schnell fahren wollte. Das erschöpft einen rasch, und am Ende wird man langsamer. Vielleicht verzichtet man aufs Essen oder Schlafen, um Zeit aufzuholen – und das kann nach hinten losgehen. Man muss respektieren, was einen voranbringt: den eigenen Körper und die Ausrüstung. 

Im Business ist es genauso. Achtsam und respektvoll mit den eigenen Ressourcen umzugehen, ist ein Muss. Schneller zu sein, ist in der Theorie wünschenswert, kann in der Praxis aber seinen Preis haben. Und anders als bei meinen sportlichen Soloprojekten ist Business ein Mannschaftssport. Es geht darum, Win-win-Situationen für alle Beteiligten zu schaffen.

Meine Erfahrungen im und außerhalb des Sattels haben mich viel darüber gelehrt, in scheinbar ausweglosen Situationen Kraft und Hoffnung zu finden. Man muss lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und einfach weiterzumachen. Als ich irgendwo im Nirgendwo ohne Essen vor Kälte zitterte, musste ich einfach dranbleiben. Statt an alles zu denken, was passieren könnte, oder der Stimme im Kopf nachzugeben, die mir zum Aufgeben riet, tat ich einfach, was zu tun war. In diesem Fall war es ganz einfach: Einfach. Weiter. Treten. 

Für mich gilt das auch im Business. Manchmal gerät man in eine schwierige Lage, und alles scheint um einen herum zusammenzubrechen. Dann konzentriert man sich auf das, was man tun kann, auf die Grundlagen – und setzt weiter um.

Manchmal beschließt man bei einem harten Rennen aufzugeben, schaltet den Tracker aus und hört auf. Doch hier gilt die Regel: Gib nicht in deiner dunkelsten Stunde auf. Warte auf das Tageslicht. Manchmal sieht die Lage bei Tag besser aus, und man merkt, dass man doch weitermachen kann. 

Im Business ist es dasselbe. Geben Sie nicht auf, wenn Sie über einen Deal verhandeln und alles verloren scheint. Lassen Sie etwas Zeit vergehen – die Lage kann sich bessern. Über Nacht kann sich viel ändern. Warten Sie auf das erste Tageslicht, das die Hoffnung zurückbringt, dass sich Ihre harte Arbeit und Ihr Engagement auszahlen.

Ein ganzheitlicher Blick auf Leben und Arbeit

Gute Leistungen in einem Rennen erfordern Weisheit und Strategie. Das gilt auch für das Erreichen geschäftlicher Ziele. Ich bin sehr froh, dass ich diese Eigenschaften – zusammen mit Flexibilität und Resilienz – in einem Bereich (der Freizeit) trainieren und dann in einem anderen (dem Berufsleben) einsetzen konnte.

Ich bin Scality dankbar für sein Wellness-Programm, das verschiedene Aspekte des Wohlbefindens unterstützt – von körperlicher Aktivität bis zur mentalen Gesundheit –, einschließlich des Sponsorings von Mitarbeitenden bei Sportwettbewerben wie dem GravelMan. Ich halte schon Ausschau nach meinem nächsten Rennen und den Herausforderungen und Belohnungen, die es bringen wird!