1 Daten zu schützen ist für Unternehmen heute nur ein Teil des Puzzles. Sie müssen sich auch mit angrenzenden Herausforderungen rund um Datensouveränität und Datenschutz im Sinne der Privatsphäre auseinandersetzen. Je nach Standort und Branche Ihres Unternehmens gibt es zahlreiche Datenschutzvorschriften, die Sie einhalten müssen – und die Liste wird länger. Hinzu kommt die Datensouveränität (auf Englisch), die vor allem Organisationen betrifft, die in der Europäischen Union tätig sind oder dort Geschäfte machen. Bei der Bewältigung dieser dreifachen Herausforderung spielt die Wahl Ihrer IT-Speicherarchitektur eine zentrale Rolle. Die drei Beine des Hockers: Privatsphäre, Datensicherheit und Datensouveränität Datenschutz im Sinne der Privatsphäre bedeutet, Informationen davor zu bewahren, verkauft oder weitergegeben zu werden, während es bei der Datensicherheit eher darum geht, Informationen vor Angreifern zu schützen. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Anders gesagt: Während die Privatsphäre festlegt, wer Zugriff auf die Daten hat, setzt die Datensicherheit diese Einschränkungen um. Datensicherheit bedeutet natürlich, Ihre Daten abzusichern. Doch im Zeitalter KI-gestützter Ransomware wird diese einfache Idee komplex und entscheidend. So benötigen Unternehmen neben allen üblichen Cybersicherheitstools unveränderliche Backups, um die erfolgreiche Verschlüsselung, Änderung oder Löschung von Daten zu verhindern. Mit schnellem Zugriff auf ein sauberes Backup für die Wiederherstellung wird die Möglichkeit eines Angreifers, Sie zu erpressen, neutralisiert. Datensouveränität ist ein benachbartes, aber verwandtes Thema und beruht auf der Idee, dass ein Land oder eine Rechtsordnung die Befugnis und das Recht hat, die innerhalb seiner Grenzen erzeugten Daten zu regeln und zu kontrollieren. Der Begriff kann aber auch die Souveränität eines Unternehmens über seine eigenen Daten bezeichnen – vor allem, wenn es seine Abhängigkeit von der Public Cloud bewertet. Im Kern geht es bei allen dreien um die Kontrolle über Daten – davon, wo und wie sie gespeichert werden, bis dahin, wie sie vor falschen Händen geschützt werden. Ein Flickenteppich aus Vorschriften und jede Menge Fragen Bei datenbezogenen Vorschriften gibt es viel zu beachten. Ist Ihr Unternehmen in einer einzigen Region aktiv, ist das schon komplex und schwierig. Verteilt oder erfasst Ihr Unternehmen Inhalte weltweit, wird es noch komplizierter, denn dann unterliegen Sie einer Vielzahl unklarer Vorschriften, je nachdem, wo Sie die Daten speichern. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist eines der bekanntesten Gesetze – und sieht einige der höchsten Bußgelder bei Verstößen vor –, aber bei Weitem nicht das einzige. Verstöße können Bußgelder von bis zu 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens im vorangegangenen Geschäftsjahr nach sich ziehen. Und der Data Governance Act (auf Englisch) in Europa, der auf Datensouveränität abzielt, enthält Anforderungen, die schwer zu erfüllen sein können. In den USA gibt es noch keine übergreifende Regelung zu Datenschutz oder Datensouveränität. Stattdessen bringen einzelne Bundesstaaten eigene Vorschläge auf den Weg, der bekannteste davon ist der California Consumer Privacy Act (CCPA). Viele weitere sind in Arbeit (auf Englisch), da der Schwung für umfassende Datenschutzgesetze weiter zunimmt. Neben bundesstaatlichen Datenschutzvorschriften gibt es auch mehrere branchenspezifische Compliance-Vorgaben; eine der bekanntesten ist HIPAA (auf Englisch) für das Gesundheitswesen. Steht ein Audit an – etwa im Rahmen der DSGVO-Compliance –, muss Ihr Unternehmen unter Umständen Angaben dazu machen, wo Sie Daten verarbeiten, wo Ihre Service-Provider Daten verarbeiten, zu Standort, Staatsangehörigkeit und Wohnsitz der Personen, deren Daten Sie haben, zu den Orten, an denen Ihr Unternehmen physisch tätig ist, sowie dazu, wo es gegründet oder eingetragen ist. Das sind viele Informationen, die gesammelt werden müssen – ein enormer Aufwand. Und für viele Unternehmen ist es mühsam, Antworten auf diese Fragen zu finden, vor allem, wenn sie mit mehreren Cloud-Anbietern arbeiten. So meistern Sie die Herausforderungen von Privatsphäre, Datensicherheit und Souveränität Ihre IT-Architektur und Ihre Speicherentscheidungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Aspekte. Eine weltweite Studie von IDC (auf Englisch) ergab, dass 48 % der Befragten Datensouveränität und branchenspezifische Compliance als wichtige Faktoren in den Diskussionen über ihre künftigen IT-Architekturen sehen. Digitale Souveränität für KI rückt in den Mittelpunkt. Souveränität ist wichtig für lokale Sprachmodelle und das Verständnis kultureller Nuancen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Cloud-Service-Providern ist für ein souveränes KI-Datenmodell entscheidend. Die Public Cloud muss ihre Rolle ändern, weil Unternehmen um ihre Kontrolle besorgt sind. Die Frage, die Sie beantworten müssen, lautet: Machen Hybrid-Cloud-Lösungen die Kontrolle über Daten, Code und Kosten einfacher oder komplexer? Vielleicht prognostiziert IDC deshalb mehr On-Premises-Speicher im Zusammenhang mit KI-Lösungen. KI bedeutet in diesem Kontext Kontrolle – über Daten, Code und Kosten. Wie IDC auf der jüngsten Veranstaltung IDC Directions 2024 betonte: „Bei der Zukunft der Cloud geht es vor allem um Kontrolle.“ Unternehmen brauchen eine flexible, skalierbare Lösung, die ihnen mehr Kontrolle gibt – die Hoheit über Ihre Daten on-premises kann ein großer Vorteil sein. Letztlich geht es darum zu wissen, wo Ihre Daten liegen. Um Audits zu einer dieser strengen Vorschriften bestehen zu können, ist Ihr Trumpf stets die Fähigkeit zu Abfragen, Zugriffskontrolle und Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen. All das muss Teil der Nachweiskette sein. Warum S3-Objektspeicher sich so gut für diese Herausforderungen eignet Während Compliance-Vorschriften zunehmen und Unternehmen überlegen, wie sie die Kontrolle über ihre Daten am besten behalten können, kann eine On-Premises-Private-Cloud (auf Englisch) ein guter Ansatz sein. Ein Grund, warum Objektspeicher ideal ist: Er wird von Metadaten gesteuert – umfangreichen, anpassbaren Attributen, die Eigenschaften, Nutzung und Funktion gespeicherter Daten beschreiben – und ermöglicht so flexible Analysen und Abrufe. Für maximalen Datenschutz sollten Unternehmen bei ihrer Speicherlösung zudem auf echte Unveränderlichkeit achten. Warum? Weil manche Formen der Unveränderlichkeit – etwa durch NAS-/Dateisystem-Snapshots, Deduplizierungs-Appliances, Linux-Repositorys, Bänder und S3-Proxys – offene Angriffsfenster lassen, die ausgenutzt werden können. Die stärkste Form der Unveränderlichkeit bietet ausschließlich eine S3 Object Lock-API, implementiert auf einer inhärent unveränderlichen, nativen Objektspeicherarchitektur. Die S3-Objektspeicherlösung von Scality vereint die Vorteile der Public Cloud mit den Sicherheits- und Kontrollvorteilen einer On-Premises-Private-Cloud-Infrastruktur. Mit ihrer Kombination aus Skalierbarkeit und Geschwindigkeit wächst sie exponentiell mit den Anforderungen der Kunden. Sie ist die einzige Lösung auf dem Markt, die über Unveränderlichkeit hinausgeht und durchgängige Cyberresilienz mit CORE5 bietet – mit Schutzmechanismen auf jeder Ebene des Systems, von der API bis zur Architektur, um so vielen Angriffsvektoren wie möglich die Tür zu verschließen. Die heutigen Anforderungen an Compliance, Sicherheit und Souveränität erfüllen Da Ransomware-Angriffe an Zahl und Raffinesse zunehmen, konzentrieren sich Unternehmen zu Recht stark auf die Datensicherheit. Doch der Schutz ihrer Daten ist nicht ihre einzige Sorge – sie haben es auch mit angrenzenden Fragen zu Datensouveränität und Privatsphäre zu tun. Zum Glück müssen Unternehmen nicht auf die Vorteile der Public Cloud verzichten, um regelkonform zu bleiben und die Kontrolle über ihre Daten zu behalten. Die Antwort? Eine On-Premises-Private-Cloud-Umgebung, die das Beste aus beiden Welten vereint.